„Ein Irrer“: Richard Gere über Donald Trump und seine gefährliche Politik © Harald Krichel
Veröffentlicht am 03/06/2026 um 11:30 von der Redaktion

„Ein Irrer“: Richard Gere über Donald Trump und seine gefährliche Politik

Hollywood-Star Richard Gere sorgt mit scharfer Kritik an Donald Trump für Aufsehen. Was steckt hinter seinen Worten – und wie blickt der Schauspieler auf die politische Entwicklung in den USA?

Mitten in Oslo, auf dem prestigeträchtigen Oslo Freedom Forum, richtet Richard Gere klare Worte an die Weltöffentlichkeit. Der 76 Jahre alte Schauspieler ist bekannt für sein Engagement abseits der Kameras, doch diesmal legt er nach: Bei der Verleihung des Vaclav-Havel-Preises für kreativen Dissens an den inhaftierten chinesischen Künstler Gao Zhen sowie den burmesischen Dissidenten Sai zögert Gere nicht, das politische Klima in den USA und die Rolle von Donald Trump offen zu thematisieren.

Klare Worte: Gere warnt vor „Diktatur der Monster“

Direkt und ohne Zurückhaltung beschreibt Donald Trump als Gefahr für die Demokratie. Gere sagt:

„Wir leben im dunkelsten Moment, den ich auf diesem Planeten je erlebt habe.“

Für ihn hat der Präsident gleich zu Beginn seiner Amtszeit weitreichenden Schaden angerichtet:

„Am ersten Tag hat dieser Typ fast alles demontiert, was an der US-Regierung und am US-Volk gut war.“

Die Sorge des Schauspielers richtet sich dabei nicht nur an die USA, sondern verbindet sich mit einer breiteren Warnung. Er führt aus:

„Wir müssen die Anzeichen erkennen, diese Diktatur der Monster, wie schnell sie entsteht. Wir müssen wachsam sein.“

Diese Aussage knüpft nicht nur an aktuelle Entwicklungen an, sondern spiegelt auch persönliche Erlebnisse wider: Erst kürzlich besuchte Gere das KZ-Mahnmal Dachau und erinnert in seinen Worten daran, wohin Gleichgültigkeit und Wegsehen führen können.

Hollywood gegen Trump: Nicht das erste Mal, doch dieses Mal hart wie nie

Innerhalb der amerikanischen Filmszene steht Trump schon lange in der Kritik. Doch Gere betont, dass es nicht nur an einem Einzelnen lag, dass Trump gewählt wurde. Er sieht auch ein Versagen der breiten Öffentlichkeit:

„Die Wahl Trumps sei nur möglich gewesen, 'weil wir eingeschlafen sind. Es war uns egal. Wir haben nicht gewählt'.“

Gerade diese Selbstreflexion unterscheidet Geres Klartext von vielen seiner Kolleginnen und Kollegen. Laut t-online stand Gere in Oslo auf der Bühne, um den Preis an aufrechte Dissidenten zu vergeben – für ihn offenbar das perfekte Umfeld, um eine politische Mahnung an die Gesellschaft zu richten.

Geres Warnungen sind nicht bloß anklagend, sondern fordern aktiv auf, wach zu bleiben und sich gegen autoritäre Tendenzen zu positionieren. Seine Worte fielen am Dienstag, dem 2. Juni 2026, was ihnen ein besonderes Gewicht verleiht.

Warum erinnert Gere an die Geschichte?

Indem Gere auf seine Erfahrungen mit der Gedenkstätte Dachau verweist, macht er deutlich, wie rasch demokratische Werte verloren gehen können, wenn die Gesellschaft nicht hinschaut. Für ihn steht fest, dass die heutige Zeit „im dunkelsten Moment“ steckt. Sein Appell, wachsam zu bleiben und Zeichen autoritärer Entwicklungen zu erkennen, richtet sich an alle, nicht nur an die Amerikaner. Gere nutzt seine Bühne nicht, um einfach zu warnen, sondern fordert konkret, Beteiligung und Verantwortung zu übernehmen. Damit setzt er ein starkes Zeichen gegen Gleichgültigkeit – gerade vor dem Hintergrund aktueller weltpolitischer Herausforderungen.

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Richard Gere über Donald Trump: "Ein Irrer"