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Veröffentlicht am 17/07/2026 um 13:00 von der Redaktion

Donald Trump: Plötzlich soll China die US-Wahl 2020 „gestohlen“ haben

Donald Trump sorgt erneut für Aufsehen: Der US-Präsident behauptet in einer landesweit übertragenen Rede, China habe die US-Präsidentschaftswahl 2020 „gestohlen“. Mit dem „Save America Act“ will er nun die Wahlregeln verschärfen. Was steckt hinter diesen neuen Anschuldigungen?

Wieder einmal steht Donald Trump im Zentrum der amerikanischen Politik. Nur vier Monate vor den Midterm-Wahlen macht der 80-Jährige mit schweren Vorwürfen gegen China von sich reden. Er spricht vom „wohl größten Diebstahl von Wahldaten in der Geschichte“. Bei seiner Rede am Donnerstagabend in Washington D.C. warf er dem chinesischen Staat vor, „in Millionen Fällen“ Wählerdaten gehackt zu haben. Zudem unterstellt er, dass das Ganze von Mitgliedern des sogenannten Deep State und führenden Demokraten unterstützt wurde. Diese Behauptungen kommen zur Unzeit und heizen die ohnehin aufgeheizte politische Lage weiter an.

Die altbekannte These der gestohlenen Wahl mit neuem Chinaschwerpunkt

Trumps zentrale Botschaft ist unverändert: Die Wahl 2020 sei gestohlen worden. Neu bei diesem Narrativ ist die Beschuldigung gegen China. Er behauptet, hunderttausende Stimmen seien von „nicht existenten und toten Personen“ abgegeben worden. Entgegen dieser schweren Vorwürfe steht ein klarer Bericht der US-Geheimdienste vom 7. Januar 2021, der Trump selbst vorlag:

„Jahrelang wurden dafür keine Beweise gefunden.“

Kein ausländischer Akteur habe versucht, das Wahlergebnis zu manipulieren. Prof. Rick Hasen, Wahlrechtsexperte an der University of California in Los Angeles, bringt es auf den Punkt:

„Trump kann nicht einen einzigen nicht wahlberechtigten Wähler nennen, der seine Stimme abgegeben hätte oder beweisen, dass Wahlmaschinen tatsächlich manipuliert worden wären.“

Trumps Anschuldigungen bleiben ohne belastbaren Beleg.

Save America Act und die politischen Folgen

Trumps Ankündigung, mit dem „Save America Act“ strengere Regeln für die Wählerregistrierung einzuführen, zielt darauf ab, die „Integrität“ der kommenden Wahlen zu schützen. Die Initiative stößt auf heftige Kritik, insbesondere von Demokraten. Gavin Newsom, Gouverneur von Kalifornien, warnte auf X eindringlich:

„Was eine Demokratie von einer Monarchie und einer Diktatur unterscheidet, ist das grundlegende Wahlrecht. Verliert man das, verliert man alles. Donald Trump macht uns sehr deutlich klar, dass er alles tun wird, um an der Macht zu bleiben.“

Solche Aussagen verdeutlichen die Spannung und das Misstrauen im aktuellen Wahlkampf.

Vorbereitung auf heiße Wahlkampfmonate und die Suche nach der Wahrheit

Trump bleibt seiner Linie treu, wenn er sagt:

„Vor zwei Jahren war unser Land tot, heute werden wir weltweit respektiert wie nie zuvor.“

Faktisch bringt er das Thema Wahlbetrug wieder in die Schlagzeilen, ohne neue Beweise vorzulegen. Gerade das schürt das Misstrauen gegenüber den demokratischen Institutionen. Der Wahlkampf ist in vollem Gange, und der Ton wird rauer. Die Frage, wie viel Substanz hinter Trumps Anschuldigungen steckt oder ob diese Debatte erneut von Behauptungen dominiert wird, bleibt spannend – besonders in den Monaten bis zur Wahl im November.

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Verwendete Quelle:

Trumps Rede an die Nation - Plötzlich soll China die US-Wahl 2020 „gestohlen“ haben