Scholz wettert gegen Altkanzler Schröder: "Es gibt nur einen Kanzler!"

Lange ist der neue Bundeskanzler Olaf Scholz noch nicht im Amt, da hagelt es bereits Tadel von allen Seiten. Insbesondere sein Umgang mit der Ukraine-Krise ruft Kritiker:innen auf den Plan. Zu denen gehört auch Altkanzler Gerhard Schröder, dessen Äußerungen zum Ukraine-Konflikt Scholz anscheinend nicht unkommentiert auf sich sitzen lassen möchte.

Während andere Regierende im Ukraine-Konflikt schnell Stellung beziehen, hält sich der deutsche Bundeskanzler eher lange bedeckt. Jetzt ist zumindest eins klar: Waffenlieferungen an die Ukraine scheint es in naher Zukunft nicht zu geben. Wie es scheint, ist die Lage ein gefundenes Fressen für Gerhard Schröder, der sich im Podcast Die Agendazu der angespannten Lage äußert.

Gerhard Schröder: Der Altbundeskanzler hält dem Kreml die Treue

Gerhard Schröder steht schon lange für seine Nähe zum russischen Präsidenten Wladimir Putin in der Kritik. Seine Rolle im Aufsichtsrat des russischen Mineralölunternehmens Rosneft hat nicht unbedingt dazu beigetragen, diese im Keim zu ersticken.

In den Reihen der SPD werden viele von Schröders Kommentaren schon lange kritisch beäugt; nach einem Podcast-Interview, zeigt nun auch Olaf Scholz, der privat ein sehr harmonisches Leben führt, ganz klar seinen Unmut über den Vorgänger aus den eigenen Reihen.

"Es gibt nur einen Bundeskanzler, das bin ich"

Schröder hatte u. a. behauptet, dass die russische Regierung keinerlei Interesse daran habe, "in der Ukraine militärisch zu intervenieren." Außerdem hoffe er, "dass man endlich auch das Säbelrasseln in der Ukraine wirklich einstellt."

Diese Äußerungen möchte der amtierende Bundeskanzler nicht einfach so stehen lassen. Auf das Interview angesprochen, antwortet der 60-Jährige knallhart:

Wenn ich die Verfassungsordnung der Bundesrepublik Deutschland richtig verstehe, gibt es nur einen Bundeskanzler, und das bin ich. Ich habe ihn nicht um Rat gefragt, er hat mir auch keinen gegeben.

Demnächst soll es ein Treffen mit dem russischen Regierungschef geben, wann genau, ist allerdings noch nicht bekannt. Zuerst will sich Scholz in die USA begeben, um sowohl über den Extremfall als auch eine mögliche Deeskalation der Lage zu diskutieren.

Den USA wolle er zeigen, dass Deutschland als Bündnispartner immer noch verlässlich sei. In einem Interview mit dem ZDF unterstreicht er, dass Deutschland sich keinesfalls aus der Affäre ziehen wolle: "Unsere Verbündeten wissen ganz genau, was sie an uns haben".

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