Nach der Hitze kräftige Gewitter und Starkregen: Hohes Risiko für Gewitterasthma

Einige Gegenden Europas ächzen besonders unter der außerordentlichen Hitzewelle. Auch in Deutschland soll es in bestimmten Teilen sehr heiß werden; Expert:innen rechnen kurz darauf aber mit niedrigeren Temperaturen, die auch zu sogenanntem Gewitterasthma führen können.

Im Südwesten erreichen die Temperaturen bislang bereits sommerliche Werte, von denen der Nordosten eher träumen kann. Am Wochenende soll es sich dann aber zumindest für kurze Zeit abkühlen. Für Allergiker:innen ist das besonders unangenehm.

Erleichterung kommt für Allergiker:innen mit dem Gewitter nicht gleich

Laut der Tagesschausoll es insbesondere in den Alpen und im Bayerischen Wald zu kräftigen Gewittern, Hagel und Starkregen kommen, auch mit Unwettern sei zu rechnen. Am Wochenende kann es ortsabhängig auch zu Sturmböen kommen.

In Großbritannien sieht die Lage laut Dailymail ähnlich aus: Expert:innen zufolge könnten die möglich noch kommenden hohen Temperaturen ungemütliche Ungewitter folgen, die bei vielen Menschen zu Gewitterasthma führen könnten. Der Allergieinformationsdienstschreibt über das Phänomen Folgendes:

Forschende fanden heraus, dass im Vorfeld eines Gewitters Starkwinde drastisch erhöhte Mengen an Gräserpollen sowie anderen Allergenen aus oberen Luftschichten zusammentragen können. Durch starke Fallwinde gelangen die Luftmassen mit den erhöhten Allergengehalten schnell in Bodennähe und erreichen schließlich die Atemluft der Bevölkerung. Man nimmt an, dass beim anschließenden Gewitterregen die Pollen vom Regen stark zerkleinert und zerstört werden, sodass diese verstärkt Allergene freisetzen können.

Die Hitze soll zurückkehren

BR24 rät Betroffenen (dazu zählen Menschen mit Allergien, Asthma und anderen Lungenkrankheiten) deshalb, bei heftigem Gewitter und Starkregen das Haus nicht zu verlassen und die Fenster nicht zu öffnen. Insbesondere die ersten 20 - 30 Minuten eines Gewitters sollen kritisch sein, danach kann der Regen bei einigen sogar zumindest zeitweise für ein wenig Erleichterung sorgen.

T-Online berichtet, dass die kleine Abkühlung nur von kurzer Dauer sein soll und die hohen Temperaturen danach wieder zurückkehren. Auch das ist für Allergiker:innen kein Zuckerschlecken.

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