2025 sorgt für eine markante Verschiebung im internationalen Handel: China ist wieder Deutschlands wichtigster Handelspartner. Besonders spürbar wird das für die deutsche Industrie, denn die USA verlieren langfristig an Bedeutung – und das bleibt gerade für den deutschen Automobilsektor nicht ohne Folgen.
Chinas Comeback als Deutschlands Nummer eins beim Handel
Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hat China im vergangenen Jahr mit einem Handelsvolumen von 251,8 Milliarden Euro die USA von Platz eins verdrängt. Das ist ein Plus von 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Beim Blick auf die Statistik fällt auf: Die Volksrepublik hatte diese Spitzenposition bereits von 2016 bis 2023 inne, nur 2024 rutschten die USA kurzfristig nach vorn. Doch politische Spannungen und vor allem der von Donald Trump vorangetriebene Zollstreit haben die Dynamik nachhaltig verändert.
US-Zölle bremsen deutsche Exporteure – besonders das Autogeschäft leidet
Die von der US-Regierung verhängten Zölle zeigen Wirkung: Das gesamte Exportvolumen nach Amerika lag mit 146,2 Milliarden Euro 9,4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Noch gravierender trifft es die Autoindustrie.
„Vor allem Ausfuhren von Autos und Kfz-Teilen in die USA gehen stark zurück“
– um ganze 17,8 Prozent. Damit ist jedes sechste in den USA verkaufte deutsche Auto seit 2024 weggefallen. Die Vereinigten Staaten bleiben zwar wichtigster Kunde für deutsche Exporte, mit Abstand folgen Frankreich (117,4 Milliarden Euro) und die Niederlande (112,5 Milliarden Euro). Allerdings findet das Wachstum woanders statt: Die chinesischen Importe nach Deutschland erreichen einen Rekordwert von 170,6 Milliarden Euro, plus 8,8 Prozent.
Chinas Exporte steigen kräftig, Europas Märkte gewinnen an Bedeutung
Die Handelsumlenkung ist spürbar. Ökonomen wie die dpa berichten, dass chinesische Unternehmen durch US-Zölle einen Teil ihrer Waren nach Europa verschieben. Kein Wunder also, dass Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse (50,9 Milliarden Euro, +4,9 %), elektrische Ausrüstungen (32,8 Milliarden Euro, +14,8 %) sowie Maschinen (13,9 Milliarden Euro, +11,6 %) aus China immer häufiger ihren Weg nach Deutschland finden. Während die deutschen Exporte nach China mit 81,3 Milliarden Euro sogar um 9,7 Prozent zurückgehen, wächst das Importgeschäft rasant. Interessanterweise profitieren auch US-Unternehmen: Trotz aller politischen Spannungen steigerten US-Exporteure ihre Verkäufe nach Deutschland um 2,7 Prozent – ein Zeichen dafür, dass der europäische Markt als Absatzregion zunehmend wichtiger wird.
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Verwendete Quelle:
Wirtschaft in Deutschland: China löst USA als wichtigsten Handelspartner ab




