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Veröffentlicht am 26/05/2026 um 12:05 von der Redaktion

Spinnen die Deutschen wieder? Joschka Fischer warnt vor AfD und Plänen der CDU

Joschka Fischer schlägt Alarm angesichts von AfD-Erfolgen in den Umfragen und diskutierten CDU-Plänen. Hinter den Kulissen brodelt es, doch wie ernst ist die Lage für Deutschland und Europa?

Direkt aus dem Herzen der Politik meldet sich Joschka Fischer, ehemaliger Außenminister und einer, der sich nie ein Blatt vor den Mund genommen hat. Der Grünen-Politiker spricht in einem Tagesspiegel-Interview wenige Tage zuvor offen über die Gefahren, die er bei aktuellen Entwicklungen rund um die CDU und die AfD sieht – und spart dabei weder mit klaren Worten noch mit warnenden Zitaten. Die Stimmung ist angespannt, die Sorgen real: Die Alternative für Deutschland erreicht laut neuen Umfragen „hohe Werte“, was nicht nur Parteistrategen, sondern auch langgediente Politiker beunruhigt.

CDU und AfD: Brisante Debatten und drohende Spaltung

Fischer geht davon aus, dass hinter den Türen der CDU eine „Debatte“ stattfindet, ob die Partei nicht doch mit der AfD kooperieren oder gar eine Koalition eingehen sollte. Seine Einschätzung dazu:

„Es gibt unter der Oberfläche eine Debatte in der CDU, ob sie nicht mit der AfD kooperieren, sogar koalieren kann.“

Und was wäre, falls Union und AfD doch zusammenarbeiten? Fischer bleibt deutlich:

„Eine solche Zusammenarbeit würde die CDU nicht überleben. Es würde sie spalten.“

Die konservative Partei stünde seiner Meinung nach vor ihrer größten Zerreißprobe, sollte es tatsächlich zu einer Annäherung an die AfD kommen.

Gefährliche Folgen für Demokratie und internationales Vertrauen

Joschka Fischer sieht in einem möglichen Wahlerfolg der AfD nicht weniger als einen:

„schweren Schlag für die deutsche Demokratie.“

Er warnt ausdrücklich:

„Das internationale Vertrauen in Deutschland würde in einem solchen Falle 'kollabieren'.“

Vor allem auf europäischer Ebene stehen die Zeichen auf Alarm: Sollten wie im Fall von Sachsen-Anhalt Regionen ihre Stimme vor allem der AfD geben, hätte das nicht nur lokale, sondern internationale Folgen.

„Wenn Sachsen-Anhalt so wählt, wie es die Umfragen jetzt zeigen, werden die Menschen vor Ort einen hohen Preis bezahlen. Und wir mit ihnen.“

Auch der Blick über die Landesgrenzen hinaus zeigt, wie brisant die Lage werden könnte. Fischer entwirft folgendes Szenario:

„Sollte die AfD in einem Land an die Macht kommen, wird man sich in Polen und Frankreich fragen, ob es wieder so weit ist. Wir werden dann die Frage hören: Spinnen die Deutschen jetzt wieder?“

Solche Worte sind nicht zufällig gewählt, sondern spiegeln die Sorge wider, dass Deutschland bei einem Rechtsruck in Europa erneut zum Unsicherheitsfaktor werden könnte.

Schröder und Putin: Entfremdung unter alten Weggefährten

Ein weiteres Thema im Gespräch: das Verhältnis von Fischer zu seinem früheren Kanzlerkollegen Gerhard Schröder, der von Wladimir Putin kürzlich als sein bevorzugter europäischer Vermittler im Ukraine-Konflikt benannt wurde. Das Verhältnis scheint mittlerweile unterkühlt:

„Ich habe mit diesem Mann gut zusammengearbeitet, aber ich teile seine Haltung zu Russland null Komma null“, stellt Fischer klar.

Schröders Engagement für russische Energiekonzerne seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine bleibt für Fischer ein dicker Stachel:

„Damit hat er sich selbst geschadet, aber auch dem rot-grünen Projekt.“

Den Kontakt zu Schröder beschreibt Fischer knapp:

„Lange, lange her.“

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Verwendete Quelle:

Joschka Fischer über AfD-Erfolge: "Spinnen die Deutschen wieder?"