Hummels nennt seinen Wunschtrainer fürs DFB-Team „Er kann das Land komplett hinter sich vereinigen“ © aussenrist15
Veröffentlicht am 01/07/2026 um 10:50 von der Redaktion

Hummels nennt seinen Wunschtrainer fürs DFB-Team „Er kann das Land komplett hinter sich vereinigen“

Nach dem WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft sorgt Mats Hummels für einen echten Paukenschlag. Der einstige Abwehrchef und heutige TV-Experte bringt mit seiner klaren Ansage frischen Wind in die Debatte um die Zukunft des DFB-Teams. Wen sieht Hummels als perfekten Trainer und was steckt hinter seinem Wunsch? Die Antwort hat viel mit persönlichen Erfahrungen, hohen Erwartungen und offensichtlichen Zweifeln an der aktuellen Führung zu tun.

Kaum war der bittere WM-K.o. gegen Paraguay besiegelt, da meldete sich Mats Hummels mit einer eindeutigen Forderung live bei MagentaTV zu Wort. Während Julian Nagelsmann direkt nach dem Aus seinen Verbleib als Bundestrainer bekräftigte, hatte Hummels einen ganz anderen Namen im Kopf:

„Es ist eine Vorstellung, die mir sehr gut gefällt, die die Mannschaft in eine Spur bringt.“

Gemeint ist niemand Geringeres als Jürgen Klopp, mit dem Hummels von 2008 bis 2015 beim BVB gemeinsam gearbeitet hatte. Der frühere Nationalspieler nennt den Ex-Dortmund-Coach als Wunschkandidaten für den Neuaufbau der Nationalelf – und geht sogar noch weiter. Dabei setzt er nicht nur auf das Fachwissen, sondern auch auf die Energie und die Prinzipien, die Klopp mitbringt, um aus einem Team eine unschlagbare Einheit zu formen.

Warum Hummels auf Jürgen Klopp setzt

Hummels begründet seinen Wunsch aus tiefer persönlicher Überzeugung.

„Ich bin durch unsere sieben Jahre ein bisschen geprägt“, gibt er offen zu.

Besonders Klopps Führungsstil und die Fähigkeit, Spieler und Fans auf eine gemeinsame Mission einzuschwören, faszinieren ihn nach wie vor:

„Unter Klopp gehe es 'nur ums Gewinnen, alle müssen knallhart arbeiten'.“

Für Hummels steht fest:

„Er kann das Land komplett hinter sich vereinigen. Das hat er drin.“

Diese Aussage ist nicht nur eine lobende Geste, sondern ein klarer Hinweis darauf, dass Hummels in Klopp den Mann sieht, der gerade jetzt dringend gebraucht wird, um verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. Klopp habe in der Vergangenheit bewiesen, dass er sowohl auf dem Platz als auch außerhalb ein echter Leader ist, der seine Mannschaft zu Höchstleistungen bringen kann. Auch der TV-Experte sieht die Nationalmannschaft angesichts des jüngsten WM-Debakels vor einem Umbruch – und glaubt, dass Klopp mit seiner Energie der perfekte Architekt für einen Neuanfang wäre. Deutsche Fußballfans kennen Klopps Leidenschaft und seine unermüdliche Art, mit der er eine Mannschaft nicht nur taktisch, sondern auch menschlich prägt. Dieses Gesamtpaket könnte dem DFB-Team die nötige neue Richtung geben.

Guardiola als Alternative – und Support für Nagelsmann?

Neben Klopp wirft Hummels einen weiteren Namen in den Ring: Pep Guardiola.

„Sowohl Pep Guardiola als auch Jürgen Klopp würden dahin passen“, lautet seine Einschätzung – garniert mit einem echten Ritterschlag: „Sie sind die beiden besten Trainer der letzten 17, 18 Jahre. Ich kann mir beide sehr gut vorstellen.“

Damit zeigt Hummels, dass es ihm nicht nur um eine einzelne Person geht, sondern um Qualität und Erfahrung auf allerhöchstem Niveau. Doch während Hummels klar für einen Wechsel plädiert, hält sich die Spitze des DFB bislang bedeckt. Rudi Völler, der als DFB-Sportdirektor schon direkt nach dem Spiel Nagelsmann zur Seite gesprungen war, bekräftigte öffentlich seinen Support für den aktuellen Bundestrainer. Die Unterstützung für Nagelsmann zeigt, dass es intern noch keine Einigkeit darüber gibt, ob ein neuer Coach wirklich der richtige Schritt ist. Gleichzeitig kündigte DFB-Präsident Bernd Neuendorf eine gründliche Aufarbeitung an: In den kommenden Wochen wolle man die Niederlage analysieren und die Konsequenzen daraus ziehen – ohne bereits eine Entscheidung über die Trainerposition zu treffen.

DFB hält sich bedeckt – und die Zukunft bleibt offen

Ob es nun wirklich zum Trainerwechsel kommt, steht momentan in den Sternen. Nach dem enttäuschenden Aus gegen Paraguay gibt es bis jetzt weder eine Entscheidung noch eine Tendenz aus den DFB-Reihen. Präsident Neuendorf mahnte zur Besonnenheit und kündigte eine interne Analyse an, bevor überhaupt etwas entschieden werde. Derweil hat Hummels mit seiner öffentlichen Klopp-Forderung eine Tür für Diskussionen sperrangelweit geöffnet – und bekommt damit ordentlich Aufmerksamkeit im deutschen Fußballkosmos. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die Stimmen aus dem Umfeld der Spieler, der Medien und der Fans auf offene Ohren stoßen – oder ob Nagelsmann weiterhin das Vertrauen des DFB behält. Die Republik steht vor einer wegweisenden Phase, in der es darum geht, wie der deutsche Fußball auf das verlorene WM-Turnier reagiert und wie die Weichen für die Zukunft gestellt werden.

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Verwendete Quelle:

WM 2026: Mats Hummels spricht sich für Jürgen Klopp als DFB-Trainer aus