ZDF: Früherer Sportreporter Michael Pfeffer im Urlaub tödlich verunglückt
Michael Pfeffer war die Stimme großer Sportmomente im deutschen Fernsehen. Sein überraschender Tod am Meer von Rio de Janeiro bewegt Kollegen, Freunde und Zuschauer – wer war dieser Reporter, dessen Name für viele mit der Tour de France und Wintersport verbunden ist?
Baden gehen, Sonne tanken, das Leben genießen: So stellten sich Michael Pfeffer und seine Frau die Monate in Brasilien vor. Voller Pläne. Doch statt Urlaub endet für den erfahrenen ZDF-Sportreporter alles in den Wellen vor Rio. Die Sonne über Ipanema ist trügerisch, das Schicksal unbarmherzig: „Dem Vernehmen nach verstarb er vergangene Woche vor einem der berühmten Strände, beim Schwimmen.“ So formuliert es Claus Deutelmoser im Nachruf, trauriger geht’s kaum.
Ein Reporterleben zwischen Rennen, Ski und Olympia
Michael Pfeffer hat im deutschen Sport TV-Geschichte geschrieben. Ab den 1980er-Jahren war er Reporter und Kommentator, von 1998 bis 2011 oft das Gesicht und die Stimme der Tour de France im ZDF. Nicht nur Radrennen – auch Wintersport-Events, darunter Ski-alpin-Wettkämpfe oder Boxen, prägten seine Karriere. Bei den Olympischen Sommerspielen und Paralympics in Paris 2024 war Pfeffer noch einmal für den Sender aktiv. Seine Vielseitigkeit und seine Leidenschaft blieben für alle spürbar. Der Sender würdigte ihn so: „Wir trauern um einen großartigen Reporter, der für unsere Zuschauerinnen und Zuschauer Ski-alpin-Wettbewerbe ebenso anschaulich kommentieren konnte wie Tour-de-France-Rennen und viele andere Sport-Ereignisse mehr.“
Mit Liebe zum Sport und Fernweh nach Brasilien
Pfeffers Verbindung nach Brasilien war mehr als ein Urlaubstrip. Seine Frau stammt aus Rio, das Paar lebte seit kurzem in einer Wohnung mit Ausblick auf Corcovado und Zuckerhut. Bis Dezember wollten sie bleiben, endlich Zeit füreinander und die Familie finden. Gerade mal 67 Jahre alt und doch schon als Legende im Sportjournalismus. Tochter Clara, wie ihr Vater auch Journalistin, teilte öffentlich Abschiedsbilder und schrieb: „Lernen, mit Sehnsucht zu leben.“ Ein letzter, stiller Gruß aus einer Stadt, die dem Familienleben so viel bedeutete.
Kulissen des Schicksals, Zeugen der Trauer
Die Reaktionen aus der Branche sind persönlich, tief bewegt. Peter Leissl, jahrzehntelang Weggefährte bei Radrennen, schreibt: „Die Vorfreude auf die Reise war euch förmlich anzusehen.“ Dass diese Kulisse zum Ort eines solchen Unglücks wird, lässt ihn zurück: „Nun ist jene weltberühmte Kulisse zum Ort geworden, wo du dein Leben verloren hast. Ich kann es immer noch nicht glauben, dass das Schicksal so grausam sein kann.“ Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen trauern, Nachrufe erschienen auf sportjournalist.de und bei der Verband Deutscher Sportjournalisten.
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ZDF: Früherer Sportreporter Michael Pfeffer im Urlaub tödlich verunglückt
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