In der Nase zu popeln könnte laut Wissenschaft zu Demenz führen

Eine neue von einem Forscherteam aus Australien veröffentlichte Studie zeigt einen Zusammenhang zwischen dem Bohren in der Nase und Demenz.

So ungewöhnlich es auch klingen mag, das Bohren in der Nasekönnte gesundheitsschädlich sein. Etwas juckt in unserer Nase. Erst kitzelt es, dann wird es unangenehm. Wir schauen verstohlen nach links, nach rechts und sehen niemanden. Das ist der Moment, in dem wir uns diskret von dem befreien können, was uns in der Nase stört!

In der Nase popeln: Eine sehr schlechte Idee

Das solltest du auf keinen Fall tun! Es scheint nämlich, dass die Folgen viel schlimmer sein können, als man denkt. Zu diesem Schluss ist diese australische Forschergruppe gekommen. Das Bohren in der Nase soll ein erhöhtes Risiko für Demenz darstellen. Schlimmer noch: Die Geste könnte sogar das Risiko für Alzheimer fördern, so Griffith News.

Um diese Feststellung zu untermauern, werden von Wissenschaftler:innen der Griffith University in australischen Brisbane verschiedene Beweise angeführt. Laut ihrer Statistik hätten wir eine höhere Wahrscheinlichkeit, degenerative Krankheiten zu entwickeln, wenn wir in der Nase bohren.

Risiko, Keime ins Gehirn zu befördern

Professor James St. John, einer der Autoren des Artikels von Griffith News, bestätigt:

In der Nase zu bohren und sich die Haare aus der Nase zu zupfen ist keine gute Idee.

Denn es besteht das Risiko, dass wir mit unseren dreckigen Fingern für unser Gehirn gefährliche Bakterien nach oben befördern. Nicht ganz saubere Hände können nämlich bestimmte Keime weitertragen und unsere Nasenwand beschädigen. Der Professor sagt weiterhin:

Wir sind die ersten, die zeigen, dass 'Chlamydia pneumoniae' direkt in die Nase und ins Gehirn gelangen kann, wo sie Erkrankungen auslösen kann, die der Alzheimer-Krankheit ähneln. Wir haben dies in einem Mausmodell gesehen, und der Beweis ist auch für den Menschen potenziell erschreckend.

Chlamydia pneumoniae ist ein Bakterium, das unsere grauen Zellen schädigt und die Fähigkeit besitzt, sich langfristig in unserem Körper festzusetzen. Die Wissenschaftler:innen stellen fest, dass die Gehirne der Versuchsmäuse innerhalb von 72 Stunden von den Bakterien befallen wurden.

Im Moment gibt es allerdings keinen Grund zur Panik. Die im Labor durchgeführte Studie muss nun durch einen Test an einem menschlichen Körper bestätigt werden, um die Ergebnisse zu bestätigen. Trotzdem solltest du lieber zum Taschentuch greifen oder dir die Hände vorher gründlich waschen.

Verwendete Quellen:

CNEWS:'Alzheimer, se mettre le doigt dans le nez, un facteur qui favoriserait la démence'

Griffith News:'New research suggests nose picking could increase risk for Alzheimer’s and dementia'

Aus dem Französischen übersetzt von Gentside Frankreich

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