"Verlängerte Weihnachtspause": Regierungschef von Niedersachsen fordert Kontaktbeschränkungen für alle

Deutschland steckt mitten in der vierten Corona-Welle mit den seit Beginn der Pandemie bisher verheerendsten Folgen. Jetzt steht Weihnachten vor der Tür - doch Kontaktbeschränkungen soll es erst danach geben.

Der SPD-Politiker und Regierungschef von Niedersachsen, Stephan Weil, zeigt sich bedenklich ob den bevorstehenden Feiertagen. Um die "Infektionsdynamik" zu unterbrechen, will der Politiker auf der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz über Kontaktbeschränkungen sprechen.

Infektionsdynamik beobachten

Gegenüber der Zeitung Die Welt begründet der SPDler seine Forderung:

Klar ist, dass es über Weihnachten zahlreiche Familienkontakte geben wird. Die werden nach aller Erfahrung auch wieder für eine Reihe von Ansteckungen sorgen. Es ist also eine Überlegung wert, ob man die damit verbundene Infektionsdynamik nicht durch eine begrenzte Auszeit abmildern sollte.

Letztendlich solle diese Entscheidung von der weiteren Entwicklung der Pandemie abhängig gemacht werden. Wichtige Entscheidungsfaktoren seien vor allem die Dynamik des Infektionsgeschehens, aber auch die Situation auf den Intensivstationen.

"Verlängerte Weihnachtspause"

Sollte es zu den Kontaktbeschränkungen kommen, dann in der Zeit nach Weihnachten und für alle, auch für Geimpfte. So lautet der Vorschlag von Weil, den er laut Zeit.de Ende November schon in mehreren Interviews machte, wobei er von einer "verlängerten Weihnachtspause" sprach.

Die nächste Bund-Länder-Runde steht am Donnerstag an. Damit wäre, wenn bei der Kanzlerwahl am Mittwoch alles glattgeht, Olaf Scholz der frischgebackene Bundeskanzler von Deutschland.

Die bereits beschlossenen Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte begrüßen die meisten Deutschen. Mehr dazu im Video.

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