Spenden für weinendes Mädchen in Wembley: Gutmütige Initiative gegen die Hasskommentare

Das Mädchen, das durch sein herzzerreißendes Weinen auf den Bildschirmen im Wembley-Stadion berühmt wird, erhält eine großzügige Spende. Doch sie will sie nicht behalten.

Spenden für weinendes Mädchen in Wembley: Gutmütige Initiative gegen die Hasskommentare
© SOPA Images@Getty Images
Spenden für weinendes Mädchen in Wembley: Gutmütige Initiative gegen die Hasskommentare

Deutschlands Achtelfinalspiel der Europameisterschaft gegen England war in vielerlei Hinsicht ein historisches. Die Engländer, die den Sieg davongetragen haben, feierten ohne Rücksicht auf Coronamaßnahmen.

Hass im Netz für deutsches weinendes Mädchen

Das Spiel hat schon im Voraus viel Kritik erhalten, weil die deutschen Spieler gemeinsam mit der englischen Mannschaft im Zeichen von Solidarität gegenüber der Black-Lives-Matter-Bewegung in die Knie gehen wollte.

Allein das stößt bei vielen auf Unverständnis. Aber dass der Hass im Internet sich am Ende ausgerechnet auf ein deutsches Mädchen fokussiert, hätte sich wohl niemand vorstellen können.

Die kleine wird auf den Bildschirmen übertragen, als sie nach der deutschen Niederlage weinend in den Armen ihres Vaters liegt. Eigentlich herzzerreißend, wie sie mitfiebert.

Zahlreiche englische Fans attackieren sie jedoch im Netz. Neben den vielfältigsten Beleidigungen, die sich gegen das deutsche Mädchen richten, finden sich auch Engländer, die sich für das Verhalten ihrer Landsleute schämen.

Mädchen gibt Spenden an UNICEF

Joel Hughes aus Wales will dem Mädchen zeigen, dass nicht alle Engländer so sind, wie die, die fiese Kommentare verfassen oder die deutsche Nationalmannschaft ausbuhen.

Er startet eine Spendenkampagne auf JustGiving und bringt damit ganze 36,166 englische Pfund (ca. 42 000 Euro) zusammen. Der Kommentar auf der Seite der Spendenaktion liest:

Wir haben 36.166 £ gesammelt, um dieser kleinen deutschen Unterstützerin zu zeigen, dass nicht jeder in Großbritannien schrecklich ist.

Die Seite veröffentlicht ein Statement der Familie des Mädchens, die anonym bleiben will, dass die Kleine die großzügige Spende an das Kinderhilfswerk UNICEF weitergeben will.