Für mehr Qualität: Arsenal-Ex-Trainer will, dass WM alle zwei Jahre stattfindet

Die Weltmeisterschaft soll bald alle zwei Jahre ausgetragen werden - zumindest, wenn es nach Arsène Wenger geht. Der Ex-Trainer des FC Arsenal hält das für eine gute Idee.

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Die verspätete Männer-Fußballeuropameisterschaft 2021 ist schon wieder fast vorbei - das Halbfinale steht bereits kurz bevor. Nächstes Jahr folgt direkt die WM.

Arsène Wenger will WM alle zwei Jahre

Der ehemalige französische Fußballspieler und Trainer des englischen Erstligisten FC Arsenal spricht sich für einen neuen Rhythmus bei der Fußballweltmeisterschaft der Herren aus.

Statt alle vier Jahre, soll die WM, wenn es nach ihm ginge, schon in naher Zukunft im Abstand von zwei Jahren stattfinden. Für diese Forderung liefert er gegenüber der Zeitschrift kicker mehrere Gründe, die einleuchten.

Bessere Chancen für Länder und Spieler

Wenger, der von 1996 bis 2018 als Trainer des englischen Fußballklubs FC Arsenal agierte, sieht in der Verkürzung des Abstandes zwischen zwei Weltmeisterschaften mehrere Chancen.

Zum einen würde es die Aussichten der Länder, die zwar zur FIFA gehören, aber nie an einer WM teilnehmen, verbessern. 133 von 211 Ländern haben noch nie eine WM gespielt.

Zum anderen bestünden Widersprüche im Alter der Spieler. Beim ersten Antritt einer WM seien sie mit 26 bis 30 Jahren oft noch zu jung, um genug Erfahrung gesammelt zu haben.

Mit 34 spielen sie aber häufig schon gar nicht mehr mit, weil sie dann zu alt sind. Der kürzere Abstand würde für die Spieler also mehr Erfahrung und für das Publikum mehr Qualität bedeuten.

"Mehr Qualität und weniger Quantität"

Wenger plädiert außerdem dazu, die Abstellungstage der Spieler von 50 auf 28 und die Länderspiele, der WM-Vorbereitung von zehn auf sieben zu verringern. Wenger erklärt:

Wir wollen die Zahl der Spiele reduzieren, das ist ganz wichtig, denn wir sehen ja den Zustand der Spieler.

Ruhephasen sollen ermöglicht werden und dafür "mehr große Spiele" ausgetragen werden. "Mehr K.-o.-Duelle, weniger Qualifikationspartien" sollen es Wengers Ansicht nach sein.

Dir Tür zur Welt öffnen

Mehr Action bei einem solchen Turnier - "das wollen doch die Fans", meint Wenger. Des Weiteren macht er auf die vielen Länder aufmerksam, die mehr oder weniger ausgeschlossen werden.

Südkorea sei die einzige nichteuropäische (inklusive UdSSR, Anm. d. Red.) und -südamerikanische Nation, die es sei der ersten WM im Jahre 1930 ins Halbfinale geschafft hat.

Die Wettbewerbsfähigkeit soll laut Arsène Wenger als auch verbessert werden. Gegenüber dem kicker vertritt er den Standpunkt: "Wir dürfen die Tür zur Welt ruhig ein wenig öffnen."