Wie kann man das Naschen abgewöhnen?
Das Mittagessen ist kaum vorbei, da überkommt dich schon wieder der Appetit auf etwas Kleines? Wer ständig nascht, kennt das Problem, doch mit ein paar Tricks lässt sich das Grummeln im Bauch bändigen.
Man kennt’s: Erst ein Stück Schokolade, dann ein bisschen Käse, später ein paar Chips – und das alles noch vor dem Abendbrot. Dauerndes Snacken, also das Naschen und Zwischendurch-Essen außerhalb der Hauptmahlzeiten, hat für viele längst Routinecharakter bekommen. Solche Snacks unterscheiden sich aber von bewussten Zwischenmahlzeiten wie einem Frühstück oder Nachmittagskaffee, wenn sie nicht auf echtem Hunger basieren. Die einfache Regel lautet hierbei: Nur essen, wenn der Körper wirklich Energie verlangt. Essen aus Langeweile oder Stress zählt hingegen als klassisches unbewusstes Snacken.
Das Problem ist, dass man dieses Verhalten oft gar nicht als solches erkennt. Es fühlt sich nicht wie Naschen an, sondern eher wie eine Notwendigkeit, gerade wenn man gestresst oder müde ist. Doch in Wirklichkeit reagiert der Körper dabei gar nicht auf Hunger. Stattdessen wollen wir meist nur den Kopf oder die Seele beruhigen, wodurch der schnelle Snack schleichend zur festen Gewohnheit wird.
Warum naschen wir eigentlich dauernd?
Das ständige Snacken hat viele Auslöser, hinter denen häufig weit mehr steckt als bloßer Appetit. Stress, Langeweile, innere Unruhe oder sogar tiefe Erschöpfung können das Verlangen wecken. Auch wer versucht, durch strenge Diäten über längere Zeit komplett auf manche Nahrungsmittel zu verzichten, landet oft schneller bei der nächsten Tafel Schokolade. Dann lässt sich das Bedürfnis nach Süßem oder Fettigem nur schwer unterdrücken. Besonders wenn die Tage hektisch sind oder man sich emotional ausgelaugt fühlt, greift man gerne zur vermeintlich schnellen Lösung und snackt etwas für die Nerven.
Wichtig ist außerdem, zwischen wahllosem Snacken und einer bewussten Zwischenmahlzeit zu unterscheiden. Ein kleiner Snack, der auf echten Hunger antwortet und geplant wird, gehört nicht zum problematischen Essverhalten. Essen hingegen, das nur dazu dient, den Mund zu beschäftigen, ist eine ganz andere Nummer.
Vom schnellen Snack zum gesundheitlichen Risiko
Die Snacks, zu denen wir zwischendurch tendieren, sind meist verzehrfertige Produkte wie Chips, Schokolade oder anderer industriell hergestellter Süßkram. Das Problem dabei ist offensichtlich: Wer regelmäßig zu solchen Nahrungsmitteln greift, erhöht nicht nur seine tägliche Kalorienbilanz und fördert eine schleichende Gewichtszunahme, sondern riskiert auf Dauer schwerwiegendere Folgen. Zu den gesundheitlichen Risiken gehören unter anderem Diabetes, Herz-Kreislauf-Krankheiten sowie ein gestörtes Nährstoffgleichgewicht im gesamten Körper. Wenn die Kontrolle über das Naschen komplett verloren geht, kann hinter dem ständigen Greifen nach Essbarem auch eine ernstzunehmende Störung des Essverhaltens stecken, die man nicht unterschätzen sollte.
Was tun gegen die unbändige Snacklust?
Statt sich Naschereien kategorisch zu verbieten, hilft oft ein strukturierter Tagesablauf mit regelmäßigen Mahlzeiten. Man sollte nach Möglichkeit keine Hauptmahlzeit auslassen, wobei jede im Idealfall Proteine, Kohlenhydrate sowie ballaststoffreiche Lebensmittel enthalten sollte, damit das Sättigungsgefühl lange anhält. Wer gezielt gegen Frust- oder Stressessen vorgehen will, sollte zudem auf Achtsamkeit und Entspannungsübungen setzen, denn oft beruhigt nicht das Essen selbst, sondern das bewusste Erkennen der eigenen emotionalen Bedürfnisse.
Für das gesunde Naschen zwischendrin empfehlen sich Alternativen wie ein Stück Obst, ein paar Trockenfrüchte, ein Naturjoghurt oder ein kleines Stück Hartkäse. Manchmal reicht sogar schon ein großes Glas Wasser aus, um das erste Verlangen zu zügeln. Beim nächsten Mal hilft es, kurz innezuhalten und sich ehrlich zu fragen: Habe ich gerade wirklich Hunger oder ist es nur der bloße Impuls, jetzt etwas essen zu müssen?
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