Frisches Brot bleibt nicht allzu lange saftig, vor allem, wenn man auf Vorrat kauft. Kaum ist der Laib angebrochen, wird er an der Luft schnell trocken oder sogar zäh. Dass Einfrieren hier Abhilfe schafft, weiß fast jeder. Weniger bekannt: Wie du es richtig machst, damit dein Brot nach dem Auftauen wie frisch beim Bäcker schmeckt und nicht zur Keimschleuder wird.
Gefrierbrand und „flaches“ Brot: Verpackung macht den Unterschied
Der erste und wohl häufigste Fehler fängt schon vor dem Einfrieren an: Brot gelangt oft ohne angemessenen Schutz in den Tiefkühler. Dann entstehen sogenannte Gefrierbrand-Stellen — die typischen weißen Flecken, bei denen das Brot trocken und geschmacklos wird. Um das zu vermeiden, solltest du das Brot immer in einen gefriergeeigneten Beutel packen und so viel Luft wie möglich herausdrücken. Wer ganz sicher gehen will, wickelt es zusätzlich in Frischhaltefolie ein. Danach unbedingt das Einfrierdatum auf das Päckchen schreiben, damit du weißt, wie lange es im Frost liegt. Laut Experten bleibt Brot bei -18°C idealerweise zwischen zwei und drei Monaten genießbar, länger lieber nicht.
Brot-Qualität und Zeitpunkt: Frisch ist Trumpf
Friere das Brot am besten, wenn es frisch ist – idealerweise am Tag des Kaufs oder direkt nach dem Backen. Noch ein Trick aus der Praxis: Friere das Brot am besten schon in Scheiben ein. So kannst du nur so viel auftauen, wie du wirklich brauchst. Und Finger weg von Billig-Baguettes: Bei Broten minderer Qualität werden die Mängel nach dem Auftauen meist noch deutlicher.
Auftauen kann riskant sein: Vorsicht vor Bakterien und Zähwerden
Es klingt bequem: Morgens das Brot aus der Kühlung holen und auf der Arbeitsplatte bei Zimmertemperatur auftauen lassen. Genau das ist laut Gesundheitsexperten kritisch, besonders bei warmem Wetter oder hoher Luftfeuchtigkeit. Das französische „Ministère de l’Agriculture“ rät, Brot besser im Kühlschrank aufzutauen, um Bakterien von Anfang an auszubremsen. Wer es eilig hat, steckt die gefrorenen Scheiben einfach direkt in den Toaster oder kurz in den Backofen — so werden sie sogar noch knuspriger. Ganz wichtig: Einmal aufgetautes Brot darfst du nur dann erneut einfrieren, wenn es noch einmal gebacken beziehungsweise erhitzt wurde. Sonst riskierst du gesundheitliche Probleme durch Keime und Bakterien. Aber Hand aufs Herz, wer will schon zweimal aufgetautes, trockenes Brot essen?
Das Gefrierfach: Mehr als nur kalte Luft
Auch der beste Plan nützt wenig, wenn dein Gefrierschrank nicht richtig kühlt. „Die Temperatur von -18°C ist entscheidend“, betont das Ministerium. Zu viel Eis und ein überladener oder leerer Gefrierschrank schwächen die Leistungsfähigkeit. Ein volles Gerät hält die Temperatur tatsächlich besser als ein fast leeres. Also regelmäßig abtauen und säubern, damit die Lebensmittel möglichst lange frisch bleiben.
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