NASA-Sonde provoziert Zusammenstoß mit einem Asteroiden: Das sind die Folgen

Die NASA-Planetenabwehrsonde DART wird vor Kurzem getestet, um zu sehen, wie schwierig es sein könnte, einen Asteroiden aufzuhalten, indem sie direkt in den Asteroiden Dimorphos kracht.

Asteroiden sind für die Wissenschaftler:innen auf der Erde nach wie vor ein Rätsel. Um mehr über sie herauszufinden, bietet sich den Forschenden gestern eine einzigartige Gelegenheit, diese voll auszuschöpfen.

Tests für die Zukunft

Nach Angaben von Space schlägt die NASA-Sonde DART am 26. September in den Asteroiden Dimorphos ein. Die Bilder dieses Aufpralls sollen den Wissenschaftlern:innen helfen, mehr darüber herauszufinden, was passieren könnte, wenn ein ähnlicher Asteroid auf die Erde prallen würde.

Der Asteroid Dimorphos bewegt sich nicht in Richtung Erde, und der Aufprall wird ihn nicht versehentlich in unsere Richtung schicken.

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Die Asteroiden-Absturzmission ist eine großartige Gelegenheit für Forschende CHRISTOPH BURGSTEDT/SCIENCE PHOTO LIBRARY

Die BBC berichtet, dass die wichtigste Frage, die mit der aktuellen Mission beantwortet werden soll, die ist, was passiert, wenn ein Killer-Asteroid zufällig genau in Richtung Erde kreist.

Die vorherrschende Theorie besagt, dass wir die Bahn eines solchen Asteroiden ändern könnten, indem wir die Geschwindigkeit des astronomischen Kleinkörpers leicht verändern, sodass er unseren Planeten verfehlt.

DART

Bei der aktuellen Mission wird diese Theorie mit einem Beinahe-Frontalzusammenstoß der Planetenverteidigungssonde DART mit dem 160 m breiten Dimorphos bei über 20.000 km/h auf die Probe gestellt. Die BBC zitiert Dr. Nancy Chabot vom Labor für angewandte Physik der Johns Hopkins University mit den Worten:

Dart ist die erste Testmission zur Planetenverteidigung, bei der ein Raumschiff auf einen Asteroiden zufliegt, um dessen Position im Weltraum geringfügig zu verändern. Dies ist eine Sache, die man bei Bedarf Jahre im Voraus tun würde, um dem Asteroiden einen kleinen Schubs zu geben, um seine zukünftige Position zu ändern, damit die Erde und der Asteroid nicht auf Kollisionskurs sind.

Laut ORF werden wir uns noch ein wenig gedulden müssen, um zu wissen, inwiefern der Zusammenprall die Umlaufbahn des Asteroioden verändert hat.

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Aus dem Englischen übersetzt von Ohmymag UK

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