NASA: Venus ist das Ziel der nächsten beiden Erkundungsmissionen

Der Planet Venus, der auch Abendstern genannt wird, ruft seit jeher die Neugierde der NASA hervor. Bis 2028 hat sie zwei Missionen geplant, um die Geheimnisse dieses Planeten zu lüften.

NASA: Venus ist das Ziel der nächsten beiden Erkundungsmissionen
Weiterlesen
Weiterlesen

Für die Wissenschaft und insbesondere für die Forschenden der NASA birgt die Venus noch viele Geheimnisse, obwohl sie der Erde doch so nahe ist und außerdem sehr zu ähneln scheint.

Als Teil des Weltraumprogramms Discovery sind jetzt zwei Missionen geplant, die um die 500 Millionen Dollar (etwa 422 Millionen Euro) kosten sollen. Forschende haben unter anderem die Vermutung, dass Leben auf dem Planeten möglich ist!

DAVINCI+

Die beiden Missionen haben vielsagende Namen. Die erste nennt sich DAVINCI+ und soll die Entstehung der Venus, ihre Entwicklung und die Existenz eines Ozeans untersuchen.

Hierzu wird ein Messgerät in die dicke Atmosphäre des Planeten eintauchen, um Gase und andere Elemente zu erfassen. Mit ihrer Durchschnittstemperatur von 462°C ist die Venus viel heißer als die anderen Planeten unseres Sonnensystems.

VERITAS

Die zweite Mission heißt Veritas und soll die Oberfläche des Planeten kartographieren. Dank eines speziellen Radars, dem Synthetic Aperture Radar, sollen auch 3D-Rekonstruktionen ermöglicht werden.

Hiermit wollen die Forschenden unter anderem herausfinden, "inwiefern auf der Venus noch Prozesse wie Plattentektonik oder Vulkanismus im Gange sind".

Die Wiederentdeckung der Venus

Die bis 2028 und 2030 geplanten Missionen bedeuten für die NASA auch eine Wiederentdeckung unseres Nachbarplaneten, da die letzten Missionen über 30 Jahre zurückliegen.

Übrigens: Wusstest du, dass der längste Tag auf der Venus länger als ein Erdenjahr dauert? Einfach unglaublich, oder!? Tom Wagner, ein am Programm Discovery der NASA beteiligter Wissenschaftler, sagt hierzu auf der Website der NASA:

Es kann verwundern, wie wenig wir bislang von dem Planeten Venus wissen. […] Es wird so sein, als ob wir jetzt den Planeten wiederentdecken.