Donald Trump wünscht sich Fake News über sich nach seinem Tod

Seit wann steht Donald Trump Fake News positiv gegenüber? Derjenige, der Medien stets Falschnachrichten bezichtigt hat, wünscht sich zu seinem Tode Fake News über ihn. Natürlich solche, die positiv ausfallen...

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump ist bekannt für seine deplazierten Bemerkungen. So schießt er auch dieses Mal wieder über das Ziel hinaus, als Ex-Außenminister Colin Powell am Montag, den 18. Oktober, verstirbt.

Nach dem Bekanntwerden von Powels Tod - dieser ist trotz doppelter Impfung seiner Covid-19-Erkrankung erlegen, geschwächt von jahrelangem Kampf gegen Blutkrebs - gehen aus der ganzen Welt Nachrichten ein. Von Politiker:innen unterschiedlichster Parteien, die ihm ihren Tribut zahlen, um ihm so die letzte Ehre zu erweisen.

Trump: RIP-Nachrichten nur Fake News

Doch für Donald Trump sind all diese Nachrichten Fake News. Er meint, dieser hätte sich in seiner politischen Karriere zahlreiche schlimme Fehler erlaubt, die plötzlich mit seinem Tod wie verwischt seien. In einer Erklärung am Dienstag schreibt der Ex-Präsident der Vereinigten Staaten:

Es ist wunderbar zu sehen, wie Colin Powell, der große Fehler in Bezug auf den Irak und die so genannten Massenvernichtungswaffen gemacht hat, im Tod von den Fake-News-Medien so schön behandelt wird. Ich hoffe, das passiert eines Tages auch mir.

Colin Powell ist im Alter von 84 Jahren verstorben. Er hat als nationaler Sicherheitsberater von Ronald Reagan begonnen, war Vorsitzender der Generalstabschefs unter Bill Clinton und der erste schwarze US-Außenminister unter George W. Bush.

In Fall seines Todes wünscht er sich auch Fake News über sich

Hofft Donald Trump mit Fake News auf eine Reinwaschung nach seinem Tod? Oder ist es lediglich Zynismus? Donald Trump weiß es zu provozieren und lenkt einmal mehr den Blick auf die "falsche" Berichterstattung von Medien und Co. Doch wie der Vater ist auch sein Sohn anscheinend Experte in Sachen Fake News...

Der Ex-Präsident lässt es sich nicht nehmen, darauf hinzuweisen, dass Colin Powell zwar sein Parteikollege und somit Republikaner gewesen sei, doch hätte dieser zahlreich andere Republikaner:innen kritisiert und sei zu liberal gewesen.

Liberal angehauchte Republikaner:innen werden als RINO bezeichnet, das ist die Abkürzung für "Republican In Name Only" ("Nur mit dem Namen Republikaner"), so The Telegraph.

Abschließend lässt sich Donald Trump dann doch zu einem RIP hinreißen mit folgenden Worten: "Er hat eine Menge Fehler gemacht. Aber egal, möge er in Frieden ruhen."

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