Australian Open: Darf Novak Djokovic nach Ausweisung doch in Australien bleiben?

Novak Djokovic wird aufgefordert, Australien zu verlassen, da er seine medizinische Ausnahmegenehmigung nicht nachweisen kann. Der Tennisspieler reicht eine Beschwerde ein, um die Entscheidung anzufechten.

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Der Albtraum für Tennisstar Novak Djokovic geht weiter. Als er in Melbourne, Australien, eintrifft, um an den Australian Open teilzunehmen, wird dem Weltranglistenersten das zugestandene Visum schließlich verweigert und er wird aufgefordert, das Land zu verlassen.

Der serbische Tennisspieler reicht in der Folge eine Klage ein, um die Entscheidung anzufechten. Im Moment darf er bis Montag bleiben, wie die Bild berichtet.

Australian Open ohne Djokovic?

In diesem Jahr ist die Teilnahme am ersten Grand-Slam-Turnier nur möglich, wenn die Teilnehmer:innen geimpft sind. Novak Djokovic, ein bekennender Impfgegner, reist dank einer medizinischen "Ausnahmegenehmigung" trotzdem nach Australien.

Doch kaum ist der Tennisspieler am Flughafen von Melbourne angekommen, wird er dort von den Behörden des Landes festgehalten, die von ihm eine Rechtfertigung rund um diese berühmte Ausnahmegenehmigung verlangen. Sein Sonderstatus empört viele Menschen, angefangen mit dem australischen Premierminister Scott Morrison, der ihn warnt:

Wir erwarten (...), dass er uns Beweise vorlegt, die diese Ausnahmeregelung stützen. Wenn diese Beweise nicht ausreichen, dann wird er nicht anders behandelt als jeder andere, und er wird mit dem ersten Flugzeug nach Hause fliegen. Es wird keine Sonderregeln für Novak Djokovic geben.

Novak Djokovic wird vom serbischen Präsidenten unterstützt

Im Laufe des Tages wird sein Visum schließlich annulliert und der Serbe aufgefordert, nach Hause zu fliegen, da er nicht die "geeigneten Elemente für die Einreise nach Australien" vorgelegt habe, erklärt der australische Zoll.

Diese Entscheidung wird von Novak Djokovic entschieden angefochten, indem er eine Klage einreicht. Sein Antrag soll am Donnerstagmorgen, den 6. Januar, geprüft werden - zurzeit darf er bis Montag bleiben.

Der serbische Präsident Aleksandar Vucic ist jedenfalls sehr verärgert und beschuldigt Australien der "schlechten Behandlung" seines Lieblingstennisspielers:

Ich habe unserem Novak gesagt, dass ganz Serbien mit ihm ist und dass unsere Behörden alle Maßnahmen ergreifen, um die Belästigung des besten Tennisspielers der Welt so schnell wie möglich zu beenden.

So lässt der serbische Präsident auf Instagram verlauten, nachdem er mit Novak telefoniert hat. Diese abenteuerliche Affäre könnte jedoch ernsthafte Auswirkungen auf die Saison des Weltranglistenersten haben und der weitere Verlauf seiner Karriere könnte ungewiss sein, insbesondere wenn die Impfpflicht auch bei anderen Tennisturnieren zur Norm wird.

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