Schottland: Mehr als 600 Hunde stürzen sich von einer Brücke in die Tiefe
Schottland: Mehr als 600 Hunde stürzen sich von einer Brücke in die Tiefe
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Schottland: Mehr als 600 Hunde stürzen sich von einer Brücke in die Tiefe

In Schottland sind bisher an die 600 Hunde von einer Brücke gesprungen – mindestens 50 sind dabei gestorben. Wir erklären euch, was hinter diesem tragischen Phänomen steckt!

In der Stadt Dumbarton in Schottland, etwa 30 Kilometer von Glasgow entfernt, befindet sich eine rätselhafte Brücke: die Overtoun-Brücke. Die damit verbundene Geschichte, von der die New York Times berichtet, beginnt in den 1950er Jahren.

Hunde stürzen sich in die Tiefe

Die Brücke wird regelmäßig von Hunden und ihren Besitzern überquert. Doch an einer bestimmten Stelle wird bei den Vierbeinern ein mysteriöser Reflex ausgelöst: Sie stürzen sich in die Tiefe. Manche Rassen scheinen einen größeren Hang zum „Selbstmord“ zu haben: Collies sowie Hunde mit längeren Schnauzen stürzen sich besonders häufig in die Tiefe.

Die Brücke ist knapp 15 Meter hoch und laut den Einwohnern der Stadt sterben bereits mindestens 50 Hunde beim Sprung ins Leere. Ein Mann, der so einen schrecklichen Vorfall miterleben muss, berichtet der Daily Mailvom Verhalten seines Golden Retrievers im Jahr 2006:

Ich machte mit meiner Lebensgefährtin und unseren Kindern einen Spaziergang, als der Hund plötzlich hinuntersprang.

Wie kann dieses Phänomen erklärt werden?

Was bringt aber den besten Freund des Menschen dazu, dass er sich ins Leere stürzt? Manche mögen glauben, es handle sich um ein übernatürliches Phänomen, doch die Realisten unter uns suchen nach einer vernünftigeren Erklärung.

Hunde können etwa überhaupt keinen Selbstmord begehen. Dr. David Sands, ein englischer Psychologe, Experte für Hundeverhalten und juristischer Sachverständiger, erklärt in einem auf der Website seiner Klinik veröffentlichten Artikel Folgendes:

Ein Hund kann seinen eigenen Tod nicht vorhersehen.

Wichtige Entdeckung

David Sexton, ein Spezialist für Tierlebensraum der Royal Society for the Protection of Birds macht eine wichtige Entdeckung: Er bemerkt am Fuße der Brücke Spuren von Mäusen, Eichhörnchen sowie auch von Nerzen. Der Nerzgeruch ist extrem stark und kann sehr schnell die Aufmerksamkeit von Hunden auf sich lenken. Ihr Instinkt bringt die Tiere dazu, sich dem Geruch zu nähern – und von der Brücke zu springen.

Wenn ihr also einen vierbeinigen Freund habt und mit ihm nach Schottland in den Urlaub fahrt, solltet ihr unbedingt die Overtoun-Brücke in der Nähe von Glasgow meiden. Damit rettet ihr eurem Hund vielleicht das Leben!

Von Pia Karim

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