Ein Wal wurde entdeckt, der unter Verdacht steht, für Russland zu spionieren (VIDEO)

Ein Wal wurde entdeckt, der unter Verdacht steht, für Russland zu spionieren (VIDEO)

Ein Belugawal, der letzte Woche vor den Küsten Norwegens entdeckt wurde, könnte zu militärischen Zwecken von der russischen Armee trainiert worden sein. Die Gründe verraten wir euch hier.

Sendet Russland Wale als Spione nach Europa? Diese Idee wirkt auf den ersten Blick zwar reichlich abwegig, aber die Hinweise sind eindeutig real. Am 25. April diesen Jahres haben norwegische Fischer in Ingøy im Norden des Landes eine höchst seltsame Entdeckung gemacht: Sie stoßen auf einen Belugawal, der ein mysteriöses Geschirr trug und nahe der Küste entlang schwamm, wie das Video zu diesem Artikel zeigt, das von den Fischern selbst aufgenommen und über Twitter verbreitet wurde.

Verdacht auf russische Armee 

Die Ausrüstung des Tieres war offenbar dafür geschaffen, eine Waffe, einen Fotoapparat oder eine Videokamera zu tragen und ist mit dem Schriftzug "Equipment of St. Petersburg" (Dt.: Ausstattung aus Sankt Petersburg) versehen. Das reichte aus, damit bei den Experten der nationalen Marine Norwegens der Verdacht aufkam, dass dieser Wal von der russischen Armee trainiert und ausgesendet worden war.

Auch das Verhalten des Belugawals erhärtete den Verdacht: Normalerweise ist diese Art sehr ängstlich, aber dieses Exemplar streckte sofort den Kopf aus dem Wasser und ließ sich sogar die Nase streicheln. Einer der anwesenden Fischer erklärte gegenüber der norwegischen Zeitung NRK, dass das Tier gezähmt zu sein schien. Es wirke so, als sei es an die Anwesenheit von Menschen durchaus gewöhnt.

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Ein weiteres verstörendes Detail ist, dass der Beluga begann, an den Bändern und Seilen zu ziehen, die an den Seiten der Boote befestigt waren. Das könnte laut Experten von der norwegischen Marine bedeuten, dass das Tier im Rahmen eines von der russischen Armee entwickelten Programms trainiert wurde. "Wenn dieser Wal aus Russland kommt – und es gibt gute Gründe, davon auszugehen -, dann sind es keine russischen Wissenschaftler, sondern es ist die russische Armee, die ihn ausgesandt hat", erklärte Martin Biuw vom Meeresforschungs-Institut Norwegens laut der britischen Tageszeitung The Guardian.

Im Guardian heißt es weiterhin, dass wenn diese Information bestätigt würde, dies nicht das erste Mal wäre, dass so etwas geschieht. In den 80er Jahren hatte die Armee der UdSSR mit einem Trainingsprogramm für Delfine begonnen, um ihre scharfen Sinne und ihr ausgezeichnetes Gedächtnis für die Lokalisierung von Unter-Wasser-Waffen einzusetzen. Dieses Programm lief in den 90er Jahren aus, aber anscheinend hat Russland es noch nicht wirklich beendet. Wie der russische Fernsehsender Zvezda berichtet, trainiert die russische Marine seit Kurzem Belugas, Robben und große Tümmler in den polaren Gewässern zu militärischen Zwecken.

• Maximilian Vogel
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