Karl Lauterbach über extreme Temperaturen in Deutschland: "Die Hitzewelle könnte viele Todesopfer bringen"

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbachs größte Sorge in den letzten Monaten war die Covid-19-Epidemie. In den nächsten Tagen rollt allerdings eine andere große Gefahr auf die Deutschen zu: Eine noch nie dagewesene Hitzewelle, die Lauterbach durchaus Sorge bereitet.

Der Sommer ist längst da und mit ihm wohl bald außergewöhnlich hohe Temperaturen. Zum Wochenende könnten einige Gegenden die 40-Grad-Marke knacken. Für den Körper ganz klar eine Belastungsprobe, die im schlimmsten Fall tödlich ausgehen kann. Davor warnt jetzt auch der deutsche Gesundheitsminister.

Bestimmte Gruppen besonders gefährdet

An der Küste dürften die Menschen in den nächsten Tag wohl mit recht milden Temperaturen rechnen; in Teilen Bayerns sowie im Saarland, in Nordrhein-Westfalen, in Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz hingegen müssen sich die Bewohner:innen auf Temperaturen zwischen 35 und 40 Grad einstellen, wie das RND berichtet.

SPD-Politiker Prof. Karl Lauterbach bereitet diese Entwicklung großes Kopfzerbrechen. Er rät dazu, sich gut auf die nächsten Tage vorzubereiten. Insbesondere Säuglinge, ältere Menschen und all jene, die an bestimmten Erkrankungen leiden (z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen) bedürfen eines besonderen Schutzes.

Laut einer Studie, die von der University of Hawaii auf der Seite Reserach Gate veröffentlicht wurde, wird es schon ab 37 Grad Außentemperatur kritisch. Grund dafür ist, dass "der menschliche Organismus bemüht ist, seine Temperatur konstant auf 37 Grad Celsius zu halten, damit lebensnotwendige Stoffwechselprozesse fortlaufend stattfinden können", wie die Berliner Morgenpost berichtet. Jedwede Abweichung in Extreme kann lebensgefährlich werden.

Trinken: Bei Hitze besonders wichtig

Wer sich vor einer solch bedrohlichen Situation schützen möchte, sollte vor allem darauf achten, genug Flüssigkeit (ca. 2 - 3 Liter täglich) zu sich zu nehmen. Am besten eignen sich dafür Wasser oder Saftschorlen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung rät bei solch extremen Temperaturen eindringlich von dem Konsum alkoholischer Getränke ab:

Wenn die Sonne brennt, wirkt Alkohol im Körper schneller und intensiver. Besonders an heißen Tagen kann zu viel Alkohol zu Kreislaufproblemen oder sogar zur Bewusstlosigkeit führen. Die Folge durch die Kombination von Alkohol und Hitze: Der Blutdruck sinkt, man fühlt sich müde und schlapp.

Säuglinge, die noch komplett gestillt werden, brauchen keine zusätzliche Flüssigkeit. Die Seite kindergesundheit-info.de schreibt dazu:

Gestillte Säuglinge sollten dann häufiger angelegt werden, um den Mehrbedarf an Flüssigkeit über die Muttermilch zu decken. Durch das Stillen nach Bedarf wird ausreichend Muttermilch gebildet, um Babys Durst zu löschen.

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