Karl Lauterbach in der Kritik: "Sollte seine Zunge besser im Griff behalten"

Gleich mehrere Seiten stellen sich gegen Karl Lauterbach: Während ihm ein Stiko-Mitglied dazu rät, seine Zunge besser im Griff zu behalten, sehen ihn andere Expert:innen mittlerweile abseits der Wissenschaft...

Zurzeit befindet sich Karl Lauterbach in häuslicher Isolation wegen einer erneuten Corona-Infektion. Das hält den Bundesgesundheitsminister jedoch nicht davon ab, weiter von einer vierten Corona-Impfung zu tweeten.

Kolleg:innen aus der Wissenschaft kritisieren Lauterbach

Dies sorgt bei seinen Kolleg:innen aus der Wissenschaft jedoch für Unmut, wie die Bild berichtet. Eine vierte Impfung mit dem bereits vorliegenden Corona-Impfstoff sehen zahlreiche Expert:innen für unnötig.

So erklärt beispielsweise Prof. Carsten Watzl, Generalsekretär der deutschen Gesellschaft für Immunologie, dass drei Impfungen vor einem schweren Verlauf schützen würden, eine vierte Impfung daher nicht wirklich notwendig, da "die aktuellen Impfstoffe ohnehin nur suboptimal" helfen würden, wie ihn die Bild zitiert.

Prof. Andreas Radbruch,Vizepräsident der Europäischen Föderation der Immunologischen Fachgesellschaften, sieht Karl Lauterbach sogar nicht mehr der Wissenschaft zugehörig, indem er laut Bild sagt:

Herr Lauterbach verabschiedet sich von der Wissenschaft. Nach drei Impfungen haben sich die Antikörper längst von den Schleimhäuten zurückgezogen und sind nur noch im Blut.

Auch die Stiko übt Kritik an Lauterbach

Auch ein Stiko-Mitglied schießt mit Kritik gegen den Bundesgesundheitsminister. Rüdiger von Kries würde es befürworten, wenn Karl Lauterbach "seine Zunge besser im Griff behalten würde", wie der Focus berichtet.

Es wäre besser, wenn Karl Lauterbach seine Zunge etwas besser im Griff hätte.

Der Bundesgesundheitsminister drängt am Montag in einem Interview mit der Funke Mediengruppe klare Impfempfehlungen für diverse Altersgruppen in Bezug auf die vierte Corona-Impfung, so die Zeit. Doch dies sieht die Ständige Impfkommission (Stiko) zurzeit noch nicht für notwendig. So erklärt von Kries laut Focus:

Es gibt zurzeit keine Notwendigkeit, blitzschnell zu handeln. Es gibt keinen Grund, warum sich Lauterbach zu impfrelevanten Fragen äußert, bevor die Stiko sich mit diesen befasst hat.

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