Friedrich Merz — Wikimedia Commons © Steffen Prößdorf — Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0) — https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2024-08-21_Event,_CDU,_Wahlkampf_mit_Friedrich_Merz_in_Erfurt_2024_STP_3111_by_Stepro.jpg
Veröffentlicht am 18/09/2026 um 15:30 von der Redaktion

„Bundeskanzler Merz würdigte die Verabschiedung“: Was läuft da zwischen Merz und Trump?

Friedrich Merz und Donald Trump haben wieder miteinander gesprochen. Nach einer Phase gespannter Beziehungen überrascht das Thema des Telefonats – und ein neues Sanktionsgesetz sorgt für Aufsehen.

Manchmal sagt ein Anruf mehr als hundert Reden. Gerade haben Bundeskanzler Friedrich Merz und US-Präsident Donald Trump miteinander telefoniert. Zwischen Kanzler Merz und dem US-Präsidenten liegt eine angespannte Zeit: Merz hatte Washington zuletzt scharf für sein Verhalten in der Iran-Krise kritisiert und die Zölle auf deutsche Produkte sorgten für Ärger. In den Medien war immer wieder von einem schwelenden Konflikt zwischen Berlin und Washington die Rede, zumal die Handelspolitik gegenüber Europa und die Sicherheitspolitik rund um den Iran immer wieder für Kontroversen sorgten. Trotz aller Differenzen schien das Telefonat einen Schritt in Richtung diplomatische Annäherung zu markieren. Offizieller Anlass: der 25. Jahrestag der Anschläge vom 11. September, der erst vor wenigen Tagen begangen wurde. Die Erinnerung an diesen Tag bleibt gerade in den Beziehungen zwischen Deutschland und den USA zentral. Doch nicht allein die Vergangenheit spielte in diesem Gespräch eine Rolle; auch aktuelle Krisen wie der Krieg in der Ukraine und neue Sanktionen gegen Moskau bestimmten die Tagesordnung der beiden Politiker. In den Tagen vor dem Telefonat wurde in verschiedenen Medien immer wieder über die Position von Merz zur US-Außenpolitik diskutiert, und viele fragten sich: Wie wird sich der Kanzler nach den jüngsten Spannungen gegenüber Trump positionieren?

Merz und Trump: Gespräche über Vergangenheit und Gegenwart

Laut Informationen aus Regierungskreisen würdigte Bundeskanzler Merz im Gespräch besonders die Rolle der USA beim Kampf gegen den Terror seit dem 11. September 2001. Der Austausch mit Trump erfolgte also genau in einer Phase, in der die Erinnerung an die Angriffe und ihre Folgen das politische Klima einmal mehr prägt. Dabei blickten beide auch auf die Gegenwart: Wie kann der Krieg in der Ukraine beendet werden, was sind die nächsten Schritte? Besonders im Hinblick auf den Ukraine-Krieg waren sich beide offenbar einig, dass internationale Zusammenarbeit wichtiger denn je ist. Zahlreiche Beobachter stellten fest, dass Merz in den letzten Wochen verstärkt außenpolitische Themen aufgriff und mit klaren Positionen bezüglich Russland und den aktuellen Konflikten auftrat. Insbesondere im Hinblick auf „Merz News“ und die aktuellen „Merz Eilmeldung heute“ wird deutlich, dass sich der Kanzler gerne zu globalen Fragen äußert. Während viele gespannt verfolgten, ob Merz selbst eine „Vertrauensfrage“ riskieren würde, rückte dieses internationale Telefonat zeitweise die innenpolitische Debatte in den Hintergrund.

„Graham-Sanktionsgesetz“: Neue US-Strategie gegen Russland

Im Zentrum der Debatte stand ein brandneues Sanktionsgesetz aus Washington, das für reichlich Gesprächsstoff sorgte. Der US-Kongress hatte das sogenannte „Graham-Sanktionsgesetz“ verabschiedet, benannt nach dem kürzlich verstorbenen Senator Lindsey Graham. Es richtet sich klar gegen Russland und soll im Kontext des Ukraine-Kriegs zusätzlichen Druck auf Moskau ausüben. Merz lobte dieses Vorgehen ausdrücklich:

„Bundeskanzler Merz würdigte die Verabschiedung des Graham-Sanktionsgesetzes durch den Kongress.“

Ein Zeichen dafür, dass zumindest auf der Ebene der Maßnahmen gegen Russland Konsens herrscht. Die Abstimmung über das Sanktionsgesetz erfolgte zuerst im US-Senat, dann in der Abgeordnetenkammer der Vereinigten Staaten. In Berlin und Washington zeigten sich Politikbeobachter überrascht von der Geschwindigkeit, mit der der Gesetzesentwurf durch alle parlamentarischen Instanzen gebracht wurde. Dies verdeutlicht, wie hoch der Druck derzeit auf allen Seiten ist, mit überzeugenden Antworten auf den Krieg in der Ukraine zu reagieren. Auch in den deutschen Medien war das Gesetz ein bestimmendes Thema – viele sahen es als Signal, dass die transatlantische Kooperation trotz Differenzen in anderen Bereichen funktioniert. Im Rahmen der Berichterstattung rund um „Trump Merz aktuell“ und die Frage „Was hat Merz zu Trump gesagt?“ wurde diese Thematik immer wieder aufgegriffen.

Gefährliche Gewässer: Der Streit um Straße von Hormus und Rotes Meer

Nicht nur europäische Themen, sondern auch globale Krisen spielten in das Telefonat hinein. Die Lage an der strategisch entscheidenden Straße von Hormus sowie im Roten Meer bringt viele Politiker derzeit regelmäßig um den Schlaf. Merz und Trump waren sich laut Regierungssprecher Stefan Kornelius einig: Diese Meerengen müssen „so schnell wie möglich“ wieder frei und sicher passierbar sein, damit Handel und Versorgung nicht weiter beeinträchtigt werden. Hier schwingt deutlich die Sorge mit, dass sich die Konflikte dort weiter zuspitzen könnten. Besonders betont wurde, wie verwundbar die Weltwirtschaft durch jede Störung dieser beiden Knotenpunkte wird. Fragen nach der Sicherheit der internationalen Schifffahrtswege werden dadurch wieder lauter – viele Experten sehen ein langfristiges Risiko für den globalen Warenverkehr. Für Friedrich Merz bedeutet das Thema ebenfalls eine Gratwanderung: Zwischen Schutz der deutschen Interessen und dem Bestreben, die Beziehungen zu den USA nicht weiter zu belasten, bleibt wenig diplomatischer Spielraum. Auch die innenpolitischen Auswirkungen, etwa auf die Debatte um die Merz Vertrauensfrage, machen deutlich, wie eng die internationale und nationale Politik miteinander verknüpft sind. Wer einen Kanzler will, der auch in schwierigen Phasen ein klares Wort spricht, kommt an der aktuellen Debatte nicht vorbei.

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Verwendete Quelle:

Donald Trump: Kanzler Merz telefoniert mit US-Präsident Trump