Wiesn-Schock! Kaiserschmarrn kostet 27,50 Euro © Pixabay
Veröffentlicht am 14/09/2026 um 14:30 von der Redaktion

Wiesn-Schock! Kaiserschmarrn kostet 27,50 Euro

Die Preise für Speisen und Getränke auf dem diesjährigen Oktoberfest in München sorgen für Staunen: Wer kommt überhaupt noch mit dem Freundeskreis günstig durch einen Festtag?

Oktoberfest und Schockpreise – diese Schlagzeile gehört 2026 quasi zum Festprogramm. Die Wirte der großen Festzelte haben ihre Speisekarten veröffentlicht, und die machen klar: Mit ein paar Euro für ein Mittagessen ist es längst nicht mehr getan. Wer auf der Theresienwiese traditionell schlemmen will, muss diesmal besonders tief in die Tasche greifen. Die Stadt München wirft zwar ein Auge darauf, dass die Preise „angemessen“ bleiben, aber die endgültigen Zahlen setzen allein die Zeltbetreiber fest.

Kaiserschmarrn und Hendl – wer zahlt was in welchem Zelt?

Ein schneller Blick auf die neuen Karten verrät: Besonders für Klassiker wie Kaiserschmarrn explodieren die Preise. Im Ammer-Festzelt kostet die Portion je nach Variante 15,00 oder 21,50 Euro, im Pschorr Bräurosl zahlt man satte 27,50 Euro. Noch teurer wird’s im Festzelt Tradition: Hier steht der Kaiserschmarrn für 30,50 Euro auf der Rechnung – laut Karte allerdings für zwei bis drei Personen gedacht. Das Löwenbräu-Zelt bietet den Nachtisch für 19,80 Euro an, das Hacker-Festzelt nimmt 18,50 Euro.

Wem der Sinn mehr nach knusprigem Hendl oder deftigem Bayerisch steht, braucht ebenfalls ordentlich Budget. Die Ochsenbraterei verkauft das halbe Hendl inklusive Bedienung für 16,90 Euro. Im Traditionszelt von Ammer kostet das Bio-Hendl mit Kartoffel-Gurken-Salat 29,90 Euro, im Marstall sind 24,50 Euro fällig. Das Festzelt Tradition bietet das Wiesnhendl am Spieß für 16,40 Euro an. Für Feinschmecker: Eine halbe gebratene Ente mit zwei Knödeln und Apfelblaukraut schlägt sogar mit 36,50 Euro zu Buche. Der Schweinshaxe-Klassiker kostet 25,90 Euro. Bei Vroni-Fischer kann ein halbes Bio-Hendl mit 23,50 Euro berechnet werden, laut Karte 750 bis 800 Gramm. Das Augustiner-Festzelt nimmt für den Online-Gutschein für ein halbes Hähnchen 17,20 Euro, im Pschorr Bräurosl werden 17,50 Euro aufgerufen – allerdings ohne Beilage.

Wie viel benötigt man wirklich für einen klassischen Wiesnbesuch?

Das Online-Portal München sehen bringt es auf den Punkt: Wer mit zwei Maß Bier und einem halben Hendl nach Hause gehen will, muss mit Ausgaben zwischen 47 und 55 Euro pro Person rechnen – und das ganz ohne Trinkgeld oder Fahrt im Kettenkarussell.

„Wer auf dem Münchner Oktoberfest nicht verhungern will, muss dafür ordentlich zahlen.“

Doch der Preis-Schock trifft noch einen Nerv: Selbst Leitungswasser, am berühmtesten Volksfest der Welt, ist ohne Kosten zu haben – zumindest an zehn fest installierten Trinkwasserbrunnen auf dem Gelände. Doch so richtig günstiger wird der Wiesn-Besuch dadurch nicht.

Warum sind die Preise eigentlich so hoch?

Während sich viele Besucher fragen, ob die Preise im nächsten Jahr vielleicht weiter steigen werden, bleibt ein kleiner Trost: Die Stadt München prüft immerhin jedes Jahr aufs Neue, ob die verlangten Beträge „angemessen“ sind. Zuletzt aber folgten die Zeltbetreiber vor allem eigenen Kalkulationen. Die Besucher müssen entscheiden: Ist ein Stück Volksfest-Kultur, deftiges Essen und ein ganzer Tag auf der Wiesn einem Preis von 50 Euro – und mehr – wert?

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Verwendete Quelle:

Deftige Preise auf der Wiesn in München - So teuer wird der Besuch auf dem Oktoberfest