Das Spukhotel: Rätsel um zwei verschwundene Japanerinnen nach 25 Jahren gelüftet

1996 verschwinden zwei damals 19-jährige Japanerinnen spurlos. Sie sind allein mit dem Auto unterwegs. Ihr Ziel: Die Stadt Uozu, ein Ort mit heißen Quellen, an dem es angeblich spuken soll. Bis vor Kurzem hat man danach nie wieder etwas von ihnen gehört.

Die Geschichte ist tragisch und ist lange mit vielen Fragezeichen versehen. Für Megumi Yashiki und Narumi Takumi gibt es jedoch kein Happy End.

Nur ein Mädchenausflug

Nachdem die Mädchen nicht wieder von ihrem Ausflug zurückkommen, gibt es laut Tokyo Reporter viele Gerüchte um ihr Verschwinden. Eine nordkoreanische Gang habe sie gekidnappt. Oder sie sind Vergewaltigungsopfer einer japanischen Motorradgang geworden.

Die Destination der Mädchen war tatsächlich ein Hotspot der sogenannten bosozoku-Gang. Das Spukhotel steht seit den 1980er Jahren leer, nachdem der ehemalige Besitzer nach Insolvenz ebenfalls spurlos verschwindet.

Einer ihrer Stopps auf dem Weg nach Uozu ist auch Kaiomaru Park, ein Treffpunkt für Jugendliche in Hafennähe. Ein letztes Lebenszeichen ist eine Nachricht von Takumi via Pager “Wir fahren jetzt nach Uozu.”

Spuren aus dem Dunkel

Lange tappt die Polizei bei diesem Fall im Dunkeln. Denn Investigationen um das vermeintlich heimgesuchte Hotel ergeben keine Fährte. Keine Hinweise auf Gewalteinwirkungen, Kleidung der Mädchen oder andere Hinweise.

Das Kuriose: Bereits 2014 hatten Ermittelnde den Beginn einer Spur in der Hand: Drei Zeugen soll es geben, die das Auto der Mädchen habe ins Meer stürzen sehen. Diese werden allerdings erst im März 2020 verhört. "Ein Auto mit zwei Frauen stürzte 1996 um Mitternacht von einem Parkplatz in der Nähe des Kaiomaru-Parks ins Meer" war laut Tokyo Reporter der wichtige Hinweis.

Im Hafen von Fushiki wird das Autowrack mit menschlichen Knochen schließlich geborgen. Ob es sich wirklich um die beiden verschwundenen Mädchen handelt, ist noch nicht mit völliger Sicherheit geklärt.

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