Wenn Kita-Ausflug zum Horror wird: Einjähriger schwimmt kopfüber in eiskaltem Teich

Wenn Kita-Ausflug zum Horror wird: Einjähriger schwimmt kopfüber in eiskaltem Teich

Zusammen mit seiner Kita-Gruppe macht der kleine Umut-Can einen Ausflug in den Park und fällt in den vier Grad kalten Teich und treibt minutenlang kopfüber im Wasser. Die Folgen sind drastisch...

18 Monate alt ist der kleine Umut-Can Topulalglus, als er mit seiner Kita zusammen einen Ausflug in den Park macht. Unbemerkt schafft es der Junge, sich von der Gruppe zu lösen und fällt fast lautlos in einen Teich. Jetzt verklagen seine Eltern die Kita, wie die Bild berichtet.

Umut-Can kann reanimiert werden 

Wie lange der Kleine im Wasser des vier Grad kalten Teichs kopfüber treibt, bevor er herausgezogen wird, weiß keiner so genau. Eine an der Situation zufällig vorbeigehende Krankenschwester erzählt gegenüber der Bild: "Er war tot. Er hatte keine Vitalfunktionen mehr." Doch sie schafft es, Umut-Can zu reanimieren, der kleine Junge überlebt. Seine Mutter Sükriye-Hanim traut sich nicht mehr, ihren Sohn in die Kita zu geben. Bis heute habe sich niemand bei ihr oder ihrem Mann entschuldigt oder das Gespräch gesucht, so die Mutter des Jungen.

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Eltern verklagen die Stadt Kiel 

Um Antworten darauf zu bekommen, beispielsweise wie die Erzieherinnen den Kleinen aus den Augen verlieren konnten, haben die Eltern des Jungen die Erzieherinnen der Kita nun auf Körperverletzung und die Stadt Kiel als Trägerin der Kita auf Schadensersatz verklagt. Rechtsanwalt Philipp Storjohann vertritt die Topulaglus, seiner Meinung nach seien sie "von einer lückenlosen Aufklärung meilenweit entfernt." Bürgermeisterin der Stadt Kiel, Renate Treutel, könne keine "Dienstpflichtverletzung" erkennen und beruft sich derweil auf den Rechtsamt der Stadt, laut dessen Umut-Can "nur kurz" im Teich getrieben habe. Allerdings maß ein Notarzt kurz nach der Rettung des Jungen eine Körpertemperatur von 23,4 Grad - das ist kurz vor dem Kältetod. 

Maximilian Vogel
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