Zeitumstellung: So wirkt sie sich auf unseren Schlaf aus und das kannst du dagegen tun

Die Umstellung auf die Sommerzeit steht kurz bevor. Für uns bedeutet das eine große gesundheitliche Herausforderung: Wir erklären euch, was bei dem Wechsel mit eurem Körper passiert, und wie ihr in dabei unterstützen könnt.

Am letzten Märzwochenende ist es wieder so weit: In der Nacht werden die Uhren auf Sommerzeit umgestellt. Für unseren Körper ist der Wechsel mehr als nur das bloße Drehen am Zeiger unseres Weckers.

Viele Menschen plagen sich kurz nach der Zeitumstellung mit gesundheitlichen Problemen herum. Und auch der Schlaf leidet unter dem plötzlichen Umstellen - woran liegt das?

Zeitumstellung bringt innere Uhr durcheinander

Wir alle haben eine innere Uhr. Unser Körper gewöhnt sich mit der Zeit an einen festen Schlafrhythmus. Viele verschiedene Faktoren haben darauf Einfluss, vor allem aber spielen Licht und Dunkelheit eine große Rolle.

Bei der Umstellung auf die Sommerzeit "verlieren" wir eine ganze Stunde Schlaf. Allerdings passiert dies so rasant, dass sich unser Melatoninspiegel - das Dunkelheitshormon - nicht schnell genug an die neue Zeit anpassen kann. Das Gleiche passiert übrigens mit der Schlummertaste. Deshalb solltest du auf diese besser verzichten.

Das Resultat: Wir sind am nächsten Morgen auffällig müde, am Abend hingegen aber deutlich wacher als sonst. Es fühlt sich im Grunde wie ein Jetlag an.

Doch auch früher schlafen zu gehen ist in dieser Hinsicht eher kontraproduktiv. Hier kannst du Tipps nachlesen, wie du Jetlag, Arbeitsunfälle und ein erhöhtes Schlaganfallrisiko während der Zeitumstellung vermindern kannst.

Bis sich unser Körper an die neue Zeit gewöhnt hat, dauert zwar bei jedem Menschen unterschiedlich lange, braucht im Durchschnitt aber vier bis 14 Tage. Dann haben wir unseren neuen Rhythmus gefunden und unsere Hormonproduktion auch.

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Wer an der Uhr dreht, dreht auch gleichzeitig am Schlaf... cottonbro@Pexels

Probleme bei der Zeitumstellung: Diese Tipps helfen

Inzwischen gibt es viele verschiedene Methoden, um gegen eine Überhand von Melatonin vorzugehen. Experten empfehlen sogenannte Tageslichtlampen. Doch was können diese genau?

Sie simulieren künstlich Sonnenschein und regen somit an, dass unser Körper Serotonin produziert. Der stimmungsaufhellende Botenstoff wirkt sich positiv auf uns aus, wie im Gesundheitsratgeber von Beurer nachzulesen ist.

Und auch gegen Schlafprobleme gibt es mittlerweile viele Tricks. Zwar raten Mediziner dringend vom Benutzen von Schlafmitteln ab. Zuvor sollten naturheilkundliche Behandlungsmöglichkeiten mit Kräutern in Form von Tees oder Tabletten ausprobiert werden. Wenn alles nicht hilft, sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Warum stellen wir die Zeit überhaupt um?

Ursprünglich wurde die Zeitumstellung eingeführt, um Energie zu sparen. Der Gedanke: Wenn es abends länger hell ist, wird seltener das Licht angeschaltet. Erst später entpuppt sich diese Idee als Trugschluss. Im Frühling und Herbst wird deswegen nämlich auch vermehrt morgens geheizt.

Beim Energiesparen hilft die Umstellung auf die Sommerzeit also nicht wirklich. Und auch für unseren Körper ist sie keine große Hilfe, sondern eher eine Herausforderung. Glücklicherweise können wir ihr mit ein paar Tricks Paroli bieten - wie zum Beispiel mit den praktischen Tageslichtlampen.

Und vielleicht gehörst du ja zu den seltenen Fällen, die sogar nur mit vier Stunden Schlaf auskommen und den negativen Effekt der Zeitumstellung weniger stark ausgesetzt sind.

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