Männer und Hunde haben eine bizarre Gemeinsamkeit, auf die du nie kommen wirst!

Männer und Hunde haben eine bizarre Gemeinsamkeit, auf die du nie kommen wirst!

Der beste Freund des Menschen hat mehr mit ihm gemeinsam als gedacht... Die Wissenschaft lenkt ihren Blick nun auf die Familienjuwelen von Mann und Hund. 

Man sagt zwar, der Hund sei der beste Freund des Menschen, doch andersherum kann man dies nicht mehr gerade behaupten. Da sie genau wie wir in einer von uns verschmutzten Umwelt aufwachsen, haben sie die gleichen Folgen zu tragen.

Eine auf Scientific Reports veröffentlichte Studie fand nun heraus, dass auch die Spermaqualität unserer Hunde durch die Umweltschadstoffe in unseren Häusern beeinträchtigt wird. Anhand dieser Entdeckung lässt sich ein Zusammenhang zu der in den vergangenen Jahren nachgelassenen Fruchtbarkeit von Männern herstellen.

Untersuchung des Spermas von Hunden und Menschen

Seit mittlerweile 40 Jahren nimmt die Qualität und Konzentration des Spermas von Männern in westlichen Ländern ab. Genauer gesagt um 2 Prozent pro Jahr, während die Anzahl der Patienten, die eine Therapie gegen männliche Unfruchtbarkeit machen, dagegen um 700 Prozent (!) zugenommen hat. Und auch wenn die Wissenschaft bereits einige Erklärungen für den Rückgang der männlichen Fortpflanzung hat, liefern die Forschungsergebnisse eines Teams der Universität von Nottingham (England) nun weitere nützliche Informationen.

Untersucht wurden Spermaproben von 11 Männern und 9 Hunden, die alle in derselben Region leben und im zeugungsfähigen Alter sind. Anschließend wurden die Spermaproben zu gleichen Mengen zwei chemischen Komponenten ausgesetzt, die auch in unserer Umwelt zu finden sind. Zunächst DEHP, einem Weichmacher, der für seine störenden Auswirkungen auf das Hormonsystem bekannt ist und in unseren Teppich- und Parkettböden, Anziehsachen und einigen Spielsachen enthalten ist, aber auch in unserer Nahrung und unseren Getränken zu finden ist. Und anschließend Polychlorierte Biphenyle 153 (PBC 153),  ein Industrieprodukt, das obwohl es mittlerweile verboten ist, noch immer in unserer Nahrung und Einrichtung auftaucht.

Spiegelbild menschlicher Fruchtbarkeitsprobleme

Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigen, dass durch den Einfluss der chemischen Komponenten sowohl beim Menschen als auch beim Hund die Beweglichkeit der Samenzellen nachgelassen und die DNA-Fragmentierung zugenommen hat.

"Wir wissen, dass wenn die Beweglichkeit der Samenzellen abnimmt, die DNA-Fragmentierung zunimmt und dass die männliche Unfruchtbarkeit mit der erhöhten Anzahl beschädigter DNA im Sperma zusammenhängt," erklärt Rebecca Summer, Biologin und Hauptautorin der Studie, gegenüber dem Science Alert.

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Die Tatsache, dass diese Folgen auch bei Hunden zu beobachten sind, half dem Fortpflanzungsbiologen Richard Lean von der Universität Nottingham nachzuweisen, dass "diese neue Studie die Theorie bestätigt, dass unsere Hunde den Rückgang der menschlichen Reproduktion widerspiegeln".

Aufgrund dieser Beweise wollen die Wissenschaftler für ihre Forschungen zur menschlichen Fruchtbarkeit in Zukunft Hunde, die unglücklicherweise genauso auf die Umwelteinflüsse reagieren wie Menschen, als Forschungsmodelle nehmen.

• Lea Pfennig
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