Dinos starben, Schlangen blieben: So überstanden sie die Apokalypse

Einigen Kreaturen gelang es, der Apokalypse zu entkommen, die das Aussterben der mächtigen Dinosaurierarten verursachte – und zu ihnen gehörten die Schlangen.

Dinos starben, Schlangen blieben: So überstanden sie die Apokalypse
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Dinos starben, Schlangen blieben: So überstanden sie die Apokalypse

Vor 66 Millionen Jahren verschwanden die Dinosaurier von der Erdoberfläche, nachdem ein Asteroid mit einem Durchmesser von 12 Kilometern auf der Halbinsel Yucatán im heutigen Mexiko einschlug. Während drei Viertel der Land- und Meeresarten infolge dieses katastrophalen Ereignisses umkamen, überlebten bestimmte Schlangenarten. Dies ist umso erstaunlicher, da der Asteroid weltweit massive Erschütterungen auslöste.

Wie haben die Schlangen überlebt?

In einer Studie, die im September 2021 in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht wurde, untersuchte ein Forscherteam der University of Bath, wie Schlangen das Ende der Kreidezeit überlebten. Ihren Ergebnissen zufolge überlebten nur sechs Abstammungslinien der Spezies das Ereignis. Dies gelang ihnen, indem sie sich unter der Erde versteckten und lange Zeiträume ohne Nahrung überlebten – einige kamen bis zu einem Jahr ohne Futter aus!

Zudem kamen nach dem Einschlag viele Tierarten aufgrund der fast völligen Dunkelheit um, die sich über den Planeten legte – ein Phänomen, das als „nuklearer Winter“ bekannt ist. Die Schlangen, die überlebten, waren hauptsächlich Arten, die unter der Erde, im Wasser oder in Wäldern lebten.

Gedeihen in einer postapokalyptischen Welt

Letztendlich behinderte das Verschwinden der meisten anderen Tiere die Entwicklung der Schlangen nicht. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Ohne Fressfeinde vermehrten sich die Schlangen nach Herzenslust, was zu einem raschen Anstieg der Artenvielfalt führte. Dies ging so weit, dass die Forscher davon ausgehen, dass Schlangen ohne den Asteroiden „wahrscheinlich nicht da wären, wo sie heute sind“, sagt die Studienleiterin Dr. Catherine Klein.

Es war genau dieser Zeitpunkt in der Geschichte, an dem Schlangen wie Vipern und Boas entstanden. Dank der Abwesenheit anderer Raubtiere konnten sie sich anschließend über den gesamten Planeten ausbreiten. Heute finden wir diese kriechenden Kreaturen auf allen Kontinenten außer der Antarktis und in Ökosystemen, die ebenso vielfältig wie unterschiedlich sind.

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