Mann findet Baby in der U-Bahn, dann führt sie das Schicksal erneut zusammen
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Mann findet Baby in der U-Bahn, dann führt sie das Schicksal erneut zusammen

Von Maximilian Vogel

In New York ereignet sich eine unglaubliche Geschichte: Ein Mann findet ein Baby in einer U-Bahn-Station, adoptiert es und zieht es mit seinem Partner auf. Ein Rückblick 20 Jahre später.

Zum Glück hört man von Zeit zu Zeit von unglaublichen und zugleich positiven Geschichten, wie dieser, von der die BBC berichtet. Eines Abends im August 2000 ist der damals 34-jährige Danny Stewart gerade in Eile, er hat einen Abend mit seinem Partner, dem 32-jährigen Pete Mercurio, geplant. In einer Metrostation findet er dann, nur in ein Sweatshirt gewickelt und noch mit Nabelschnur, ein etwa einen Tag altes Baby.

Das Abenteuer beginnt in der Metro

Danny übergibt das Neugeborene den öffentlichen Stellen, die es erst in einem Krankenhaus untersuchen und darauf an ein Pflegeheim überweisen lassen. Als Danny dann vor Gericht die Fundumstände des kleinen Jungen schildert, fragt ihn die vorsitzende Richterin geradeheraus, ob er das Kind, für das sich keine Eltern gemeldet haben, adoptieren möchte.

Völlig verblüfft von dieser Frage und der Vorstellung als solchen, sagt er dennoch ja. Dies führt dann zu einer ernsthaften Auseinandersetzung mit seinem Partner Pete, der mit ihrem derzeitigen Leben zufrieden ist und auch die materiellen Probleme sieht, die mit einer Adoption einhergehen.

Pete lässt sich letztlich zu einem Besuch im Pflegeheim überreden, wo dann der kleine Junge fest den Finger des Zweiflers drückt und damit das Eis bricht. Danny und Pete starten daraufhin das Verfahren zur Adoption, das von derselben Richterin übernommen und von ihr beschleunigt wird.

Die ganze Familie hält zusammen

Die Eltern von Danny und Pete sind begeistert von dieser Entwicklung im Leben ihrer Söhne. Zumal Dannys Mutter vor der Geburt ihres Sohnes ein Kind verloren hat, das den Namen Kevin hätte tragen sollen. Dem Findelkind wird so zur Freude aller der Name Kevin gegeben.

Die Familien von Danny und Pete helfen zusammen, die Wohnung der beiden für die Aufnahme des Kleinkindes vorzubereiten, Wiege und ganze Windelberge nicht zu vergessen.

Danny und Pete ziehen den Jungen liebevoll auf, erzählen ihm Geschichten und singen ihn jeden Abend in den Schlaf. Auch basteln sie ihm ein bebildertes Buch mit seiner Lebens- bzw. Fundgeschichte, das die beiden ihm ständig vorlesen. Pete, ein Schriftsteller, soll später sogar auch ein Buch zu ihrem "Subway Baby“ herausgeben.

Kevin ist jetzt ein weltoffener 20-Jähriger

Kevin wächst heran und ist nun ein sportlicher 20-Jähriger, der begeistert Mathematik und Informatik studiert und sich sogar selbst das Klavier- und Gitarrenspielen beigebracht hat. Das einst so kleine Neugeborene überragt nun seine beiden auch nicht ganz kleinen Väter um Haupteslänge.

Nicht vergessen werden darf an dieser Stelle, dass Kevin als 10-Jähriger auch nicht ganz unbeteiligt gewesen ist, als sich Danny und Pete entschließen, zu heiraten. Sie tun dies vor derselben Richterin, die auch für Kevins Adoption verantwortlich war. Es scheint ihnen, als ob sich ein Kreis schließt.

Die Vaterschaft hat ihr Leben verändert

Danny und Pete blicken heute erfüllt auf ihre 20 vergangenen Lebensjahre zurück. Für den heute 52-jährigen Pete ist es vor 20 Jahren unvorstellbar gewesen, Vater zu sein. Heute ist es für ihn unvorstellbar, nicht Vater zu sein. Der jetzt 55-jährige Danny bekennt gegenüber der BBC:

Mein Leben ist dadurch unglaublich bereichert und erfüllt worden. Es hat meinen Blick auf die Welt, meine Perspektive, meine ganze Optik verändert.

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