Diese Stechmücke attackiert täglich U-Bahn-Fahrer:innen in London

In London sind Stechmücken kein reines Sommerphänomen. Wer schon einmal in der Underground gefahren ist, hat das eventuell schon am eigenen Leib erfahren.

Bist du schon mal in einer kalten Winternacht in der Londoner U-Bahn gefahren? Die heimtückischen Stechmüchen haben sich dort weiterentwickelt, und jagen ihren Opfer in den Metrotunneln das ganze Jahr über hinterher.

Die Stechmücken der Londoner Tube

Stechmücken werden dort zum ersten Mal während des Zweiten Weltkriegs gesichtet, als die Untergrundtunnel nahezu 180.000 Menschen Schutz vor den Bomben liefern.

Die Schutzsuchenden werden dabei von kleinen Plagegeistern angegangen, darunter auch Stechmücken. Erst 1999 wird diese Insektenart dann zum ersten Mal eingehend untersucht.

Eine Doktorandin namens Katherine Byrne untersucht sieben Stechmücken aus verschiedenen Abschnitten des Tunnelsystems und findet heraus, dass sich diese Mücken deutlich von denen auf der Erdoberfläche unterscheiden.

So sehr sogar, dass sie als völlig neue Unterart eingeordnet werden. Sie wird von da an als Culex pipiens molestus bezeichnet und hat eine Vorliebe für Blut von Nagetieren und Menschen.

Tunnel-Zombies

Ihre oberirdischen Verwandten laben sich hingegen auch an Vögeln. Da es im Tunnelsystem keine Jahreszeiten gibt, sind diese Mücken zudem das ganze Jahr über aktiv und überwintern nicht.

Laut Byrne ist diese Unterart sogar so verschieden, dass sie sich nicht mit oberirdischen Arten fortpflanzen kann. Sie schreibt hierzu in ihrer Studie:

Brutexperimente zeigen, dass die Metro-Populationen untereinander kompatibel sind, nicht jedoch mit Mücken, die oberirdisch brüten.

Das kannst du tun, wenn dich eine Steckmücke pikst

Stechmücken sind normalerweise harmlos und bestenfalls nervig. Der Stich kann aber behandelt werden, um den Juckreiz und die Rötung zu lindern. Eine kalte Kompresse, ein Eisbeutel oder eine Creme kann den Juckreiz mildern.

Vermeide aber unbedingt, an der Einstichstelle zu kratzen, da dies zu einer Infektion der dadurch entstandenen Wunde führen kann. Auch können Antihistaminika gegen Schmerz und Juckreiz eingenommen werden.

Wenn du aber eine der seltenen und ernsten allergischen Reaktionen bekommst, suche lieber sofort einen Arzt auf. So erkennst du, ob du das Skeeter-Syndrom hast und allergisch auf Mückenstiche bist. Hier findest übrigens, weshalb wirst du übrigens häufiger als andere gestochen.

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