Olympia-Provokation: Nordkorea will allen die Show stehlen
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Olympia-Provokation: Nordkorea will allen die Show stehlen

Anlässlich eines Jubiläums plant Nordkorea eine riesige Militärparade, und das einen Tag vor Eröffnung der olympischen Winterspiele in Südkorea. Nun sorgt sich Südkorea, dass Nordkorea die Spiele für politische Zwecke missbrauchen und den Winterspielen die Show stehlen könnte.

Die nordkoreanische Militärparade, die das 70-jährige Jubiläum der Gründung der Armee des Landes markiert, ist für den 8. Februar angesetzt. Ausgerechnet einen Tag vor Eröffnung der Winterspiele in Südkorea will Nordkorea in der Parade 12.000 Soldaten, Artillerie und weiteres Kriegsgerät nahe Pjöngjang präsentieren.

Südkorea und Nordkorea hatten sich Anfang der Woche darauf geeinigt, bei der Eröffnungsfeier für die olympischen Winterspiele in Pyeongchang gemeinsam unter der Wiedervereinigungsflagge einzulaufen. Zudem soll aus nord- und südkoreanischen Spielern ein weibliches Eishockey-Team geformt werden.

Für Südkorea sind es die zweiten olympischen Spiele und die ersten Winterspiele, die in dem Land stattfinden. Auf Drängen Seouls hatten sich die USA bereiterklärt, ihre Manöver in Südkorea nicht während der sportlichen Wettkämpfe abzuhalten.

Ein weiterer Kompromiss: Die bekannte nordkoreanische Band Moranbong wird ebenfalls in den Süden reisen, um bei den Winterspielen aufzutreten. Allerdings dürfen sie ihre Songs nur in der instrumentalen Fassung zeigen. Die Songtexte der reinen Girlband sind in Südkorea nicht willkommen.

Auch darf im Rahmen der Spiele nur in Ausnahmefällen die nordkoreanische Flagge gezeigt werden. Der südkoreanische Präsident Moon Jae-in zeigt sich jedoch hoffnungsvoll, dass die Winterspiele eine neue Annäherung zwischen dem geteilten Land einleiten könnten.

Von Fred Eilig
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