"Wenn ich weg bin, seid ihr alle pleite" – Trump sorgt für Aufsehen in Washington
Beim langersehnten Nachhol-Gala-Dinner der Hauptstadtpresse in Washington schaffte es US-Präsident Donald Trump erneut, alle Blicke – und nicht immer die schmeichelhaften – auf sich zu ziehen. Was als festlicher Abend geplant war, verwandelte sich in ein politisches Spektakel, das für hitzige Debatten und einiges Gelächter sorgte.
Die Hauptstadt war gespannt, als Donald Trump am 24. Juli 2026 zum Dinner der Hauptstadtpresse erschien. Nach dem chaotischen Abbruch im April – damals musste das Dinner nach einem Zwischenfall mit einem bewaffneten Verdächtigen verschoben werden – war die Erwartungshaltung hoch. Doch anstatt für Versöhnung oder ein wenig Charme zu sorgen, fiel der inzwischen 80-jährige US-Präsident vor allem mit seiner ganz eigenen Art auf. Viele hatten auf einen lockeren Abend mit sanften Seitenhieben und etwas Selbstironie gehofft. Doch Trump enttäuschte diejenigen, die auf einen entspannten Präsidenten gesetzt hatten. Von Anfang an pendelte seine Rede zwischen Eigenlob, Provokation und einer Geschmacklosigkeit, die schnell zum Gesprächsthema Nummer Eins wurde.
Wie viel Selbstlob verträgt ein Dinner?
In typischer Trump-Manier nahm sich der Präsident ausgiebig Zeit, die Medienlandschaft sowohl zu kritisieren als auch zu loben – wobei die Grenzen fließend verschwammen. Während er der Hauptstadtpresse kurzfristig schmeichelte, indem er ihnen eine wichtige Rolle zusprach, konnte er die Gelegenheit nicht auslassen, sie scharf anzugehen und ihnen "Fake News" vorzuwerfen. Besonders eine Aussage hallte im Saal und sorgte für offene Münder:
"Wenn ich weg bin, seid ihr alle pleite."
Diese Worte ließen sofort erkennen, wie sehr Trump überzeugt ist, dass sich alles um ihn dreht und dass die Medien von seiner Person leben würden. Nach außen hin schien er sich am eigenen Ruhm zu berauschen und warnte vor einem angeblich drohenden Bedeutungsverlust für die Presse nach seinem Abgang. Die Mischung aus Drohung, Selbstüberschätzung und offenkundigem Narzissmus wurde insbesondere in den sozialen Netzwerken heiß diskutiert. Dort gab es für die Performance nur wenige freundliche Worte – "peinlich" war noch einer der harmloseren Begriffe, die unter den Kommentaren zu finden waren.
Eine Pointe, die nach hinten losgeht
Was Trumps Rede endgültig zur Farce machte, war ein Witz, der bei vielen Gästen das Fass zum Überlaufen brachte – und der stellvertretend für seinen gesamten Auftritt steht. Der Präsident erzählte ohne Umschweife:
"Neulich bekam ein Senator, den ich kenne, eine SMS von seiner Frau. Sie schrieb: 'Wenn du nach Hause kommst, möchte ich, dass du sofort die Treppe hochkommst und mit mir schläfst'. Und er sagte: 'Ich kann nicht beides gleichzeitig machen.' Verstehen Sie? Haha. Mit anderen Worten: Man kann nicht die Treppe hochgehen und gleichzeitig mit jemandem schlafen. Verstehen Sie?... Zu alt. Wisst Sie?"
Im Saal sorgte der vermeintliche Gag für betretenes Schweigen, gefolgt von leisen Gelächter und viel Kopfschütteln. Während einige wenige noch versuchten, etwas Humor darin zu erkennen, waren die meisten Gäste schlichtweg fassungslos. Besonders in den sozialen Medien ließ die öffentliche Empörung nicht lange auf sich warten. Das Video der Szene verbreitete sich schnell und kommentiert wurde der Präsident wahlweise als "größenwahnsinnig" oder "einfach nur peinlich".
Melania bleibt zu Hause – und Trump sorgt allein für Aufregung
Bemerkenswert: Während Melania Trump im April noch an seiner Seite war, blieb sie beim Nachhol-Dinner diesem Trubel fern. Damit überließ sie ihrem Mann voll und ganz die Bühne – und der wusste sie wie gewohnt zu nutzen, wenn auch weniger zum Stolz seiner Unterstützer. Seine Aussage, dass die Medien nach seinem Abschied "pleite" seien, und der umstrittene Witz zeigen einmal mehr: Trump bleibt sich selbst treu, auch wenn die Welt zuweilen nur noch staunen oder lachen kann. Ob der Präsident mit seiner Show tatsächlich Eindruck schinden konnte oder ob er sich weiter isoliert – daran scheiden sich die Geister. Fest steht: Solche Auftritte werden noch lange für Gesprächsstoff sorgen.
Auch Interessant:
"Wer kauft ihm das noch ab?" Mary Trump rechnet mit ihrem Onkel ab
„Gefährlich“: Was Amerika wirklich über Donald Trump denkt
Barron Trump und Andrew Tate: Welche Rolle spielt „The Don“s Sohn?
Verwendete Quelle:
Donald Trump: "Dieser Trottel ist einfach nur peinlich" - US-Präsident blamiert sich mit Rede bei Dinner