Es knistert gewaltig zwischen der amtierenden Präsidentenfamilie und dem etablierten Talker Jimmy Kimmel. Schon seit Jahren verschont Kimmel, der seit 2003 auf ABC durch die Nächte führt, das Präsidentenpaar nicht: Seine Pointen zielen regelmäßig auf Donald Trump und seine Familie, besonders auf Melania Trump. Doch der neueste Eklat geht dieses Mal unter die Haut – und bringt persönliche Angriffe und Forderungen nach Konsequenzen mit sich.
Kimmels Spruch und die Eskalation danach
Am 23. April 2026, einem Donnerstagabend, leistete sich Jimmy Kimmel in seiner populären Show erneut einen Seitenhieb:
„So wunderschön. Mrs. Trump, Sie haben das Leuchten einer werdenden Witwe“, witzelte er live im TV.
Wenige Tage danach verdichtete sich die Lage rund um das Präsidentenpaar dramatisch: Am Samstag, dem 25. April, kam es im Umfeld des traditionellen Dinners der Korrespondenten in Washington zu einem Zwischenfall, bei dem ein bewaffneter Mann versuchte, ein Stockwerk oberhalb des Festsaals eine Sicherheitsschranke zu durchbrechen. Beim Zugriff wurden Schüsse abgegeben. Bereits zwei Tage später, am Montag, wurde gegen den Verdächtigen Anklage wegen versuchten Attentats auf den Präsidenten erhoben.
Melania Trump reicht es – „Genug ist genug“
Melania Trump ließ das nicht auf sich sitzen. In einem in den USA viral gegangenen Post auf X machte sie ihrem Ärger Luft:
„Kimmels hasserfüllte und gewalttätige Rhetorik zielt darauf ab, unser Land zu spalten. Sein Monolog über meine Familie ist keine Comedy – seine Worte sind schädlich und verschärfen die politische Spaltung Amerikas.“
Aber das war nicht alles: Sie nannte Kimmel einen „Feigling“ und verlangte energisch, dass der Sender endlich Verantwortung übernimmt.
„Er versteckt sich hinter seinem Sender ABC, weil er weiß, dass das Netzwerk ihn schützen wird. Genug ist genug. Es ist Zeit, dass ABC Position bezieht.“
Melanias Stimme auf Social Media ist nach wie vor unüberhörbar – und diesmal gibt es eine klare Zielscheibe.
Donald Trump fordert Kimmels Rauswurf
Auch der Präsident selbst griff zur Tastatur – diesmal auf Truth Social – und forderte offen:
„Jimmy Kimmel sollte sofort von Disney und ABC gefeuert werden.“
Für ihn sei Kimmels Verhalten ein „verabscheuungswürdigen Aufruf zur Gewalt“. Offiziell reagierten Disney (als Mutterkonzern von ABC) und der Sender bis Dienstagmorgen nicht auf die erhobenen Vorwürfe und das geforderte harte Durchgreifen. Unterdessen berichtete CNN, dass Kimmel keine Pause macht: Er nahm bereits am Nachmittag des 28. April wie gewohnt seine nächste Show in Los Angeles auf, die am Abend ausgestrahlt werden sollte.
Ein altbekannter Konflikt und seine offene Zukunft
Die Reibereien zwischen dem 79-jährigen Trump, seiner Frau und Kimmel sind längst nicht neu. Bereits im Herbst 2026 hatte ABC den Moderator nach einer aufsehenerregenden Aussage über den rechten Aktivisten Charlie Kirk mit einer kurzen Suspendierung belegt – damals folgten eine öffentliche Entschuldigung Kimmels und überraschenderweise eine Vertragsverlängerung. Nun jedoch steht die Eskalation auf einem neuen Level. Ob der Sender diesmal einknickt, bleibt offen. Der Konflikt treibt die Debatte über Comedy, politische Verantwortung und das, was reiner Witz sein darf, auf die Spitze.
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