Dramatische Lage bei den Tafeln: Die Hilfsorganisation hat nicht mehr genug Lebensmittel für alle

Die Tafel ist eine Hilfsorganisation, die sich an bedürftige Menschen richtet, welchen teilweise das Geld für Lebensmittel fehlt. Wer ein geringes Einkommen hat oder wessen Rente nicht ausreicht, kann bei seiner örtlichen Tafel gegen einen kleinen Obolus Nahrungsmittel erwerben. Problematisch: Die Spenden können die Nachfrage längst nicht mehr decken.

Wer in finanzieller Not ist und seinen Hunger nicht mit den zur Verfügung stehenden Mitteln stillen kann, für den ist der Gang zur Tafel oft der letzte Ausweg: Lebensmittel, die sonst vernichtet werden würden, kommen so noch zu Abnehmer:innen.

Aufgrund der steigenden Lebensmittelpreise, aber auch wegen des Zustroms von Flüchtenden, ist die Lage bei der Hilfsorganisation mehr als angespannt. Die Anzahl an Bedürftigen ist laut NDR im Vergleich zum Vorjahr um ganze 20 % gestiegen. Das Problem liegt vor allem auf Seiten der Politik, welche die Tafeln alleine zu lassen scheint.

Die Tafeln: Rettung in der Not

Mittlerweile liegt die Inflation laut dem Statistischen Bundesamt bei 7,3 %, immer mehr Lebensmittel, wie z. B. Tomaten, werden für einige Menschen fast schon zu Luxusgütern. Wer bereits über wenig Geld verfügt, merkt das auch im Einkaufswagen und wendet sich in der Not oft an die Tafel.

Die Hilfsorganisation kann dem Ansturm allerdings kaum noch standhalten. Der Bundesvorsitzende der Tafel, Jochen Brühl, schildert die dramatische Lage, für die er vor allem die Politik in der Schuld sieht:

Der Staat versorgt, wir sind nur ein Zusatzangebot. Es braucht nun endlich Taten statt Worte.

Viele Kommunen würden verzweifelte Menschen einfach an die Tafel verweisen. Diese erhält seit Langem aber schon nicht mehr genug Spenden; es fehle einfach an allem. Dies liegt u. a. an einem generellen Mangel an Lebensmitteln.

Zu wenig von allem

Außerdem gesellen sich noch mehr Probleme zu der bereits angespannten Lage hinzu: Die steigenden Betriebskosten machen auch vor den Tafeln keinen Halt (der Transport der Waren ist nicht kostenlos, deren Kühlung auch nicht) und trotz einer recht großen Anzahl an ehrenamtlichen Helfer:innen fehlt es an helfenden Händen. Brühl dazu:

60.000 Ehrenamtliche leisten bei uns Unglaubliches. Aber viele haben wegen Corona ihre Tätigkeit ruhen lassen - einfach aus Angst vor einer Ansteckung.

In Saarbrücken herrscht laut ARD aufgrund der Situation bereits seit mehreren Monaten ein Aufnahmestopp. Eine Situation, die kaum tragbar ist und in Deutschland einfach nicht Teil der Realität vieler Menschen sein sollte.

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