"Vorübergehende Psychose": Ist eine Schilddrüsenerkrankung Schuld an Putins krankhaftem Verhalten?

Westliches Wunschdenken oder gut recherchierte Fakten? Die britische "Yellow Press" setzt derzeit Gerüchte in die Welt, der russischer Aggressor Wladimir Putin sei an Schilddrüsenkrebs erkrankt. Einige Medien sehen darin sogar die Begründung für Putins Egotrip, der zahlreiche Menschenleben kostet!

"Vorübergehende Psychose": Ist eine Schilddrüsenerkrankung Schuld an Putins krankhaftem Verhalten?
© Contributor / Kontributor@Getty Images
"Vorübergehende Psychose": Ist eine Schilddrüsenerkrankung Schuld an Putins krankhaftem Verhalten?

In den Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland, bei denen der russische Oligarch Roman Abramowitsch eine dermaßen wichtige Rolle einnimmt, dass er sogar schon einen Giftanschlag hinter sich hat, geht es nicht wie gewünscht voran.

Recherchen des Investigativmediums "Proekt"

Dementsprechend träumen vor allem westliche Medien davon, Wladimir Putin möge einfach abdanken. Britische Medien feuern diese Hoffnungen jetzt mit Berichten und Recherchen zu Putins Gesundheit an, wie merkur.de berichtet.

Urheber der Spekulationen ist das in Russland gesperrte Investigativmedium "Proekt", die 2020 von der Zeit-Stiftung mit dem "Free Media Award" ausgezeichnet wurden. Das Investigativteam stützt seine These auf recherchierte Daten und Informationen einer Quelle einer VIP-Klinik in Krylatskoe bei Moskau.

Putin hat eine ganze "Abteilung von Leibärzten"

Dem anonymen Informanten zufolge gibt es an der Klinik eine ganze "Abteilung von Leibärzten" Putins. Allerdings sei Putin kaum in der Klinik, die Ärzte würden ihrem Patienten nachreisen. Öffentlich zugängliche Verträge zeigen laut "Proekt", dass durchschnittlich vier bis fünf Ärzte Putin bei dessen Aufenthalten in dem Urlaubsort Sotschi betreuen.

Diese Zahl sei dramatisch gestiegen. Außerdem soll auch die Wahl der Fachrichtungen der Ärzte auf eine Schilddrüsenkrebserkrankung hindeuten. So sei der onkologische Chirurg Ewgeny Seliwanow 35 Mal zu Putin gereist. Insgesamt hat er 166 Tage an der Seite des Präsidenten verbracht.

Putin zieht sich 2017 aus der Öffentlichkeit zurück

Und das zu einem Zeitpunkt, an dem Putin 2017 von der öffentlichen Bildfläche verschwunden schien. Noch öfter war Putin in Begleitung von den HNO-Ärzten Igor Esakow and Alexej Schcheglow.

Darin sieht "Proekt" auch den Grund für die Annahme, Putin sei an Schilddrüsenkrebs erkrankt. Dieser wird nämlich meist von HNO-Ärtz:innen diagnostiziert. Auch die Tatsache, dass Putin sich zuletzt immer stärker isoliert habe, angeblich wegen Corona, spreche für eine schwere Erkrankung.

Warum einige Medien jetzt diskutieren, ob die Krebserkrankung sogar der Grund für Putins krankhaft patriarchales Verhalten sein könnte, verraten wir euch im Video.

Wladimir Putins rechte Hand in kritischem Zustand Wladimir Putins rechte Hand in kritischem Zustand