"Nicht das ganze Land in Quarantäne schicken": Politiker wollen wegen Omikron Quarantäneregeln ändern

Zum Jahreswechsel, spätestens zum Jahresbeginn wird Omikron über Deutschland hereinbrechen, so die Einschätzung von Gesundheitsminister Karl Lauterbach. Anlässlich dieser Aussicht macht sich eine Debatte über die Quarantänepflicht breit.

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Mit 700.000 Neuinfektionen am Tag wird gerechnet, wenn die Omikron-Variante Deutschland in ganzer Fülle erreicht. Das würde eine Massenquarantäne für Deutschland bedeuten. Deswegen wird jetzt der Ruf nach einer Anpassung der Quarantänerichtlinien für Kontaktpersonen in der Politik lauter.

Neue Quarantänerichtlinien

Unionsfraktionsvorsitzender Sepp Müller beruft sich auf die Tatsache, dass Omikron zwar ansteckender, aber nicht gefährlicher sei und sagt gegenüber "Welt":

Wir brauchen gerade für Geimpfte und Genesene Freitestmöglichkeiten, und zwar nach fünf Tagen. Geboosterte, die keine Symptome aufweisen, sollten bei einer Woche täglicher Schnelltestungen gar nicht in Quarantäne gehen müssen.

Stimmen dagegen

Das sorgt bei vielen Politiker:innen für Unverständnis, so auch bei dem Gesundheitsminister der Grünen, Janosch Dahmen. Gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland spricht er sich klar dagegen aus, die Quarantänepflicht für Personen, die im Gesundheitswesen tätig sind, zu verkürzen:

Ich halte nichts davon, die Quarantäne­pflicht für das Personal in Gesundheits­ämtern und dem Gesundheits­wesen zu verkürzen. Wir laufen sonst Gefahr, dass sich das Virus nur noch einfacher ausbreitet.

Was CSU-Chef Markus Söder zu der Quarantäne-Debatte zu sagen hat, erfahrt ihr im Video.

In diesem Land müsst ihr in 17-tägige Quarantäne bei einer Omikron-Infektion, auch als Kontaktperson! In diesem Land müsst ihr in 17-tägige Quarantäne bei einer Omikron-Infektion, auch als Kontaktperson!