Karl Lauterbachs Affenpocken-Taktik: "Wir müssen hart reagieren, um einen globalen Ausbruch einzudämmen"

Karl Lauterbach ist seit seiner Ernennung als deutscher Bundesminister für Gesundheit mehr als gut beschäftigt. Nachdem sich die Unruhe um die Covid-19-Pandemie vermeintlich gelegt hat, bereiten ihm die Affenpocken nun große Sorge.

Erst vor Kurzem wird bekannt, dass sich ein Mann in Großbritannien mit den eigentlich recht seltenen Affenpocken angesteckt hat. Mittlerweile häufen sich die Fälle weltweit. Das setzt auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach in Alarmbereitschaft.

Schnelles Durchgreifen ist gefragt

Während der Weltgesundheitsversammlung sagt der Politiker der Ukraine nicht nur medizinische Unterstützung zu, sondern kommt auch auf die momentan weltweit zirkulierenden Affenpocken zu sprechen.

Obwohl die Krankheit noch lange nicht den Status einer Epidemie erreicht hat, fordert der Mediziner schnelles Handeln, um eine Verbreitung des Virus so gut es geht einzudämmen:

Der weltweite Ausbruch der Affenpocken-Infektionen ist so ungewöhnlich, dass wir uns Sorgen machen müssen, ob er so abläuft wie frühere Affenpocken-Ausbrüche. Es ist eher damit zu rechnen, dass sich die Art und Weise, wie sich das Virus verbreitet, geändert haben könnte, sodass wir jetzt schnell und hart reagieren müssen, um einen globalen Ausbruch wieder einzudämmen.

Weitere Maßnahmen werden bald angekündigt

Die Pressekonferenz nutzt er auch dazu, Männer, die in letzter Zeit anonymen Geschlechtsverkehr mit anderen Männern hatten (diese sind bisher vornehmlich von der Infektion betroffen), und Anzeichen, wie z. B. Fieber oder einen ungewöhnlichen Hautausschlag bei sich bemerken, dazu zu ermutigen, ärztlichen Rat in Anspruch zu nehmen.

Bereits am 24. Mai soll es laut der Bild weitere, präzise Empfehlungen zu möglichen Maßnahmen geben.

Mehr Informationen:

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