Demenz: Diese Warnzeichen kannst du beim Aufwachen feststellen

Neue Forschungsergebnisse zeigen einen Zusammenhang zwischen Schlafapnoe und einem erhöhten Demenzrisiko.

In Deutschland leben fast zwei Million Menschen mit Demenz - das ist eine Gruppe von Krankheiten, darunter die Alzheimer-Krankheit, die das Gehirn schädigen und zu Gedächtnisverlust, Sprachproblemen, Verwirrung und anderen Symptomen führen. Eine neue Studie zeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen Demenz und Schlafapnoe gibt.

Schlafapnoe und Demenz

Forschende der University of Queensland haben bei Mäusen einen kausalen Zusammenhang zwischen der mangelnden Sauerstoffversorgung des Gehirns während des Schlafs und der Alzheimer-Krankheit festgestellt. Professor Elizabeth Coulson vom Queensland Brain Institute, sagt, die Ergebnisse zeigen ein erhöhtes Alzheimer-Risiko bei Menschen, die unter Schlafapnoe leiden:

Wir fanden heraus, dass Schlafentzug allein bei Mäusen nur eine leichte kognitive Beeinträchtigung verursacht. Wir haben jedoch eine neuartige Methode entwickelt, um eine schlafgestörte Atmung herbeizuführen, und festgestellt, dass die Mäuse verstärkte pathologische Merkmale der Alzheimer-Krankheit aufwiesen.

Laut Prof. Coulson hat das Team herausgefunden, dass Hypoxie - wenn dem Gehirn Sauerstoff entzogen wird - zu demselben Rückgang von Neuronen führt, der typischerweise bei Demenz auftritt.

Versuche am Menschen

Schätzungsweise 50 Prozent der älteren Menschen leiden an obstruktiver Schlafapnoe, bei der die Rachenmuskeln zeitweise kollabieren und die Atemwege während des Schlafs blockieren, sodass die Atmung aus- und wieder einsetzt. Laut der in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlichten Studie erklären die Forschenden, dass der nächste Schritt darin bestehe, dies beim Menschen nachzuweisen.

Die derzeitige Standardbehandlung für den Schlafzustand ist ein CPAP-Gerät (Continuous Positive Airway Pressure), das die Atemwege während des Schlafs offen hält und dem Gehirn Sauerstoff zuführt. Professor Coulson sagt, die Ergebnisse könnten die Art und Weise verändern, wie die Ärzteschaft Demenzpatient:innen diagnostizieren und behandeln.

Wir konnten die Mäuse nicht mit CPAP versorgen, aber wir verhinderten experimentell die Hypoxie, wodurch die kognitive Beeinträchtigung und das Absterben von Neuronen gestoppt und auch die Alzheimer-Pathologie reduziert wurde. Dies deutet darauf hin, dass die CPAP-Behandlung der obstruktiven Schlafapnoe das Potenzial hat, das Demenzrisiko zu verringern.

Verwendete Quellen:

Nature Communications: 'Cholinergic basal forebrain degeneration due to sleep-disordered breathing exacerbates pathology in a mouse model of Alzheimer’s disease'

The University of Queensland Australia:'UQ study explains link between sleep apnoea and dementia'

Bright Focus Foundation: 'Sleep Apnea and Dementia'

Michigan Health Lab: 'Treating Sleep Apnea May Reduce Dementia Risk'

Aus dem Englischen übersetzt von Ohmymag UK

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