„Grausam“ Patrice Aminati spricht über Trennung von Daniel Aminati
Seit drei Jahren kämpft Patrice Aminati mit schwarzem Hautkrebs. Nun spricht sie ganz offen darüber, wie diese Zeit nicht nur ihr Leben, sondern auch ihre Ehe mit Daniel Aminati völlig auf den Kopf gestellt hat. Was passiert wirklich, wenn das Leben eine brutale Kehrtwende macht?
Als Patrice Aminati mit nur 31 Jahren die Diagnose „schwarzer Hautkrebs“ erhält, ist das ein Schock, der alles verändert. Drei Jahre später blickt sie zurück – auf Schmerzen, Ängste und einen Alltag, der nichts mehr mit ihrem früheren Leben zu tun hat. Sie lebt seit einiger Zeit wieder bei ihren Eltern: „Ich habe mich da wohler gefühlt bei meinen Eltern, in diesem Nest, geborgen, als mit einem Partner, mit dem man natürlich auch eine Liebesbeziehung hat.“ Das sagt sie in der ZDF-Dokumentation „Terra Eplore“ offen wie nie zuvor.
Der Umgang mit der Krankheit ist für viele nicht leicht, für Patrice wurde er zu einer echten Zerreißprobe. Die Belastung, dauernd zwischen Hoffnung und Niedergeschlagenheit zu schwanken, nimmt allmählich den gesamten Alltag ein. Freundschaften, Arbeit, selbst Routinen verlieren plötzlich ihre Bedeutung: Alles dreht sich nur noch ums Überleben. In Gesprächen mit dem Psychologen Leon Windscheid hat Patrice gelernt, Gefühle zuzulassen und sich nicht für ihre Unsicherheit zu schämen.
Krankheit, Angst und das Ende einer Verbindung
Schonungslos beschreibt Patrice, wie ihr Körper und ihre Seele unter der Krankheit gelitten haben: „Wenn du in diesem desolaten Zustand bist, körperlich und seelisch, ist das nicht schön.“ Ihr Körpergefühl verschwand, das Selbstwertgefühl zerbrach: „Ich habe mich überhaupt nicht wohl oder als Frau gefühlt. Das war grausam.“ Gefühle der Ohnmacht und Angst bestimmten den Alltag: „Es ist grausam, es ist furchtbar, und ich habe wahnsinnige Angst.“ Solche Worte zeigen, wie tief die Spuren der Krankheit gehen.
Viele Betroffene berichten, dass die Belastung durch einen schweren Krankheitsverlauf auch Partnerschaften nachhaltig verändert. Für Patrice wurde diese emotionale Achterbahnfahrt zum Auslöser für harte Fragen: Wer bin ich, wenn ich nicht mehr stark bin? Wer hält wirklich zu mir, wenn nichts mehr wie früher ist? Die eigene Verletzlichkeit zu akzeptieren, war ein langer Weg.
Gleichzeitig nimmt die Angst vor der Zukunft immer mehr Raum ein. Die Frage, wie lange man noch für die Tochter da sein kann, ist allgegenwärtig – und raubt oft den Mut. Patrice spricht offen über Erschöpfung, Scham und die Sehnsucht, sich einfach wieder lebendig zu fühlen. Ihre Offenheit und Selbstkritik sollen anderen Mut machen, sich nicht zu verstecken: „Ich habe mich selber so wahnsinnig gehasst in diesem Moment.“
Warum die Ehe mit Daniel Aminati zerbrach
Die gemeinsame Zeit mit Daniel Aminati (53) steht seit der Diagnose unter einem völlig anderen Stern. Alte Differenzen und verschiedene Lebensziele waren lange spürbar, das bestätigt Patrice rückblickend: Es habe schon früher Unterschiede in Werten und Vorstellungen gegeben. Sie berichtet ehrlich: „Mein Ex-Mann hat eine junge Frau geheiratet, die Kraft hat, die Bock aufs Leben hat.“ Doch in der schwersten Zeit ihres Lebens fühlte sie sich immer mehr isoliert: „Ich habe mich selber so wahnsinnig gehasst in diesem Moment.“ Schließlich zog sie die Reißleine: „Es war eine Entscheidung – nicht gegen jemanden, sondern für mich.“
Für viele klingt es vielleicht merkwürdig, eine Partnerschaft zu beenden, während man einer solch schweren Erkrankung ausgesetzt ist. Doch Patrice erklärt ihre Beweggründe offen: Der Rückzug zu den Eltern bedeutete für sie Geborgenheit und ein Stück Sicherheit. Die Ehe litt nicht nur an neuen Belastungen, sondern auch an jenen Differenzen, die schon vorher da waren. Die Krankheit bringt alles ans Licht: Was trägt, bleibt – was wankt, bricht auseinander.
Nach außen wirkte das Paar lange wie eine Einheit. Doch im privaten Umfeld wurde klar, dass beide immer mehr auf Abstand zueinander gingen. Patrice beschreibt, dass keine Entscheidung gegen Daniel fiel, sondern klar für die eigenen Bedürfnisse: ein Schritt, der Mut verlangt und viel Kraft kostet.
Mut für die Zukunft und tiefer Lebenswille
Trotz aller Ängste und des Leids gibt Patrice nicht auf. Sie fragt sich: „Was will ich für ein Mensch sein? Mit welcher Haltung will ich da durchgehen?“ Sie will leben, sie will erleben: „Ich will weiterleben. Ich habe noch Durst und Hunger aufs Leben.“ Ihr größter Wunsch ist, ihre Tochter Charly Malika bis zu deren 18. Geburtstag begleiten zu können – auch wenn das genaue Datum dafür unbekannt bleibt.
Patrice macht keinen Hehl daraus, dass ihre Situation jeden Tag aufs Neue ein Kampf ist. Dennoch schöpft sie Zuversicht aus ganz kleinen Momenten – etwa, wenn ihre Tochter sie anlacht oder wenn sie sich geborgen fühlt im Elternhaus. Ihr Blick richtet sich nach vorn: She möchte Hoffnung machen, gerade auch jenen, die ähnliche Kämpfe durchstehen müssen.
In der ZDF-Reihe betont sie, wie wichtig es sei, die eigene Stimme nicht zu verlieren, selbst wenn alles nach Aufgabe aussieht. Die Öffentlichkeit bekommt so einen selten offenen Einblick in den Alltag einer jungen Mutter, die alles andere als aufgibt – obwohl alle Umstände dagegensprechen. Patrice ist nicht nur Patientin, sondern auch Vorbild, Mutmacherin und ein Beispiel dafür, wie man mit Haltung durch schwerste Zeiten gehen kann.
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Patrice Aminati spricht über Trennung von Daniel Aminati
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