"Meine genetische Körperzellenstruktur springt darauf leider nicht an" Patrice Aminati gibt Update aus dem Krankenhaus © patrice.eva
Veröffentlicht am 16/07/2026 um 13:51 von der Redaktion

"Meine genetische Körperzellenstruktur springt darauf leider nicht an" Patrice Aminati gibt Update aus dem Krankenhaus

Patrice Aminati kämpft seit Jahren öffentlich gegen den Krebs. Jetzt verrät sie, warum eine neue Therapie für sie keine Option ist und was das mit ihrem "anderen HLA-Typ" zu tun hat.

Ein weiterer Rückschlag für Patrice Aminati: Seit ihrem ersten Hautkrebs-Befund im April 2023 liegt ihr Leben zwischen Hoffen und Bangen. Am Dienstag postete sie eine neue Videobotschaft aus dem Universitätsklinikum Dresden direkt an ihre Instagram-Community – mit einer Nachricht, die viele erschüttert. Ihr Körper reagiert nicht auf die viel diskutierte Therapie, auf die zahlreiche Fans bei ihr gesetzt hatten.

Therapie-Hoffnung geplatzt wegen HLA-Typ

In der Videobotschaft spricht die 31-Jährige offen über ihre momentane Lage. Sie berichtet, dass ihr erneut Herpes und Gürtelrose zu schaffen machen:

„Ich bin hier gerade zur Untersuchung und habe mal wieder Herpes, Gürtelrose.“

Aber der eigentliche Grund ihres Updates ist die Absage an eine experimentelle Behandlung, auf die sie viele Follower hingewiesen haben. Die Methode wird am Dresdner Klinikum angewendet – jedoch ist sie für Patrice keine Möglichkeit. Die Erklärung liefert sie gleich mit:

„Die Therapie wurde vor einiger Zeit schon für mich geprüft und kommt leider für mich nicht in Frage. Ich habe leider einen anderen HLA-Typ.“

HLA bedeutet "humanes Leukozytenantigen-System". Ihre eigene genetische Grundlage passt einfach nicht:

„Meine genetische Körperzellenstruktur springt darauf leider nicht an. Aber wer HLA-positiv ist, für den ist das ein riesen Fortschritt und dem kann diese Therapie wirklich sehr helfen. Leider ist das bei mir nicht der Fall.“

Rasanter Krankheitsverlauf und öffentlicher Umgang

Seit der Diagnose im April 2023 – damals war ihre Tochter Charly Malika gerade mal acht Monate alt – lebt Patrice Aminati im Ausnahmezustand. Das Melanom breitete sich weiter aus und im Sommer 2024 meldete sie Metastasen in Lunge, Gehirn, Knochen, Leber, Nebenniere, Auge und Haut. Im Mai 2025, kurz nach ihrem 30. Geburtstag, dann der Tiefpunkt: Der Krebs ist nicht mehr heilbar, sie ist im palliativen Zustand. Für viele Betroffene und Angehörige teilt sie ihren Weg seither offen in sozialen Netzwerken. Ein Satz aus ihrer aktuellen Nachricht sagt viel über den Spagat zwischen Hoffnung und Realität:

„Ich möchte mich ganz herzlich bei euch bedanken, dass viele von euch mir ein Video geschickt haben zu einer Therapie, die hier in Dresden durchgeführt wird.“

Genetische Barriere für neue Ansätze – Hoffnung für andere

Was Patrice zu verkraften hat, könnte für andere zur Chance werden. Für Patienten, deren HLA-Typ zur Therapie passt, zeigt sich ein „riesen Fortschritt“. Wissenschaft und Medizin profitieren zunehmend von Erkenntnissen rund um personalisierte Immuntherapien. Dabei wird immer klarer, wie sehr ein individuelles genetisches Profil über Behandlungsoptionen entscheidet. Patrice bleibt trotz der Absage ihrer Linie treu – sie bleibt offen, dankbar und kämpft konsequent weiter. Auch wenn ihr Weg hart ist, sendet sie eine Botschaft der Stärke und des Durchhaltevermögens.

Ihr Fall zeigt, wie komplex und individuell die Behandlung von Krebs heute ist. Mit ihrer Offenheit hilft sie, das Bewusstsein für die Herausforderungen und Chancen neuer Therapien zu schärfen. Ob künftige medizinische Fortschritte irgendwann einen Durchbruch für sie selbst bringen, bleibt ungewiss. Aber Patrice gibt nicht auf – und ihre Community begleitet sie Schritt für Schritt.

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Verwendete Quelle:

Patrice Aminati muss Krebstherapie absagen: "Körper springt nicht darauf an"