Papst Leo XIV. leidet an Lungenkrebs – Teil des rechten Lungenflügels wurde entfernt
Im Gemelli-Krankenhaus in Rom wurde Papst Leo XIV. kürzlich ein Teil seines rechten Lungenflügels entfernt. Doch wie geht es dem Papst, der als erster Amerikaner die katholische Kirche leitet, nach der erschütternden Diagnose?
Ein unerwarteter Gesundheitsbefund sorgt derzeit für Gesprächsstoff rund um den Vatikan: Papst Leo XIV., bürgerlich Robert Francis Prevost, 71 Jahre alt, sah sich plötzlich der beklemmenden Diagnose Lungenkrebs gegenüber. Bei einem routinemäßigen Check-up entdeckten die Ärzte am 11. Oktober 2026 einen verdächtigen Lungenknoten – und das nach eigenen Angaben in einem „sehr frühen Stadium“. Der medizinische Rat war eindeutig, und zwei Tage später, am 13. Oktober, wurde in der renommierten Gemelli-Klinik in Rom operiert.
Laut Vatikan-Bulletin wurde der untere rechte Lungenlappen des Papstes entfernt, um die „vollständige Entfernung des Tumors sicherzustellen“. Die Diagnose wurde nach der OP bestätigt: Adenokarzinom der Lunge, eine der häufigsten Formen dieser Krebsart. Direkt nach dem rund 90-minütigen Eingriff konnte das Kirchenoberhaupt wie geplant aufwachen und verbrachte die Nacht ruhig im Krankenhaus.
Wie gefährlich ist das Adenokarzinom und was bedeutet das für Leo XIV.?
Adenokarzinome gelten laut Experten als die verbreitetste Variante von Lungenkrebs. Auffällig: „Die Mehrheit der heute diagnostizierten Lungenkrebserkrankungen betrifft Menschen, die niemals geraucht oder vor vielen Jahren aufgehört haben.“, so David Carbone, Chef des Thoracic Oncology Center in Ohio. Besonders bei früher Diagnose ist die Prognose günstig. Wird der Tumor komplett entfernt, können laut David Spigel bis zu 98 Prozent der Patienten nach fünf Jahren als geheilt gelten.
Ärztliche Einschätzungen bestätigen: Der Papst wurde schnell operiert, offenbar waren die Lymphknoten nicht betroffen. „Das deutet darauf hin, dass es sich um einen Tumor in einem sehr frühen Stadium gehandelt hat, mit einer ziemlich guten Prognose.“, stellt Carbone weiter fest. Ein Kompliment an die Reservekräfte der Lunge gibt es gleich dazu: „Die Lungen verfügen über eine große Reservekapazität; man kann sich sogar einen ganzen Lungenflügel entfernen lassen und trotzdem ein normales Leben führen.“ Für Leo XIV. hoffen Mediziner und Gläubige auf eine „vollständige Genesung“.
Wie geht es nun weiter im Vatikan – und in der Familie?
Im Vatikan herrscht derzeit Geduld: Der Papst bleibt zunächst im Krankenhaus; seine Audienzen entfallen bis mindestens Mitte nächster Woche. Auch der geplante internationale Bischofsgottesdienst am 14. Oktober sowie eine große Südamerika-Reise im November stehen auf der Kippe. Besonders heikel – die Etappe nach Cusco liegt auf 3.400 Metern Höhe, was für einen Genesenden kritisch werden könnte.
Aber auch familiär ist die Situation angespannt. Sein älterer Bruder Louis Prevost in Florida wird aktuell wegen eines Multiplen Myeloms behandelt. Bereits 2017 diagnostiziert, war er nach einer Stammzelltransplantation 2019 lange stabil. Die Brüder standen kurz vor der OP in Kontakt: „Er rief an, um uns mitzuteilen, was passieren wird“, berichtet Schwägerin Deborah Prevost. Ihre Hoffnung bleibt ungebrochen: „Wir beten weiter und hoffen für beide auf das Beste“.
Öffentliche Anteilnahme und Transparenz im Vatikan
Nicht nur im Kreise der Familie, auch international wird das Schicksal von Leo XIV. aufmerksam verfolgt. Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident Deutschlands, betont: „Die Stimme des Papstes zu den aktuellen Fragen und Herausforderungen unserer Zeit ist für viele Menschen weltweit, auch in Deutschland, über die konfessionellen Grenzen hinaus von besonderer Bedeutung und wertvoll.“ Diese Offenheit bezüglich der Papst-Gesundheit wirkt erfrischend im Vergleich zu früheren Zeiten, in denen der Vatikan häufig Informationen zurückhielt.
Verwendete Quelle:
Papst Leo XIV. leidet an Lungenkrebs – Teil des rechten Lungenflügels wurde entfernt - WELT
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