Experten warnen vor Taschentüchern: Warum Naseputzen ein Risiko ist

Experten warnen vor Taschentüchern: Warum Naseputzen ein Risiko ist

Immer, wenn wir als Kind unsere laufende Nase hochgezogen haben, hat Mama geschimpft und gesagt: „Benutze doch bitte ein Taschentuch!“ Diese Worte haben sich bis heute mehr als eingeprägt. Nun behaupten Experten jedoch, dass die Benutzung von Taschentüchern viel schlechter als das Hochziehen sei. Das Kind in uns freut sich, doch der Erwachsene fragt: Was ist denn nun wahr?

Warum das Hochziehen in jedem Fall tatsächlich gesünder als das Benutzen eines Taschenruchs ist, erklärt Allgemeinmediziner Jens Wagenknecht aus Varel, Niedersachsen, gegenüber der BILD-Zeitung: „Wer kraftvoll ins Taschentuch schnäuzt, wenn die Nase läuft, schadet eher der Gesundheit.“ Und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Wird das infektiöse Sekret mit Druck nach außen befördert, gelangen die Viren in unsere nähere Umgebung - wo sie mitunter unseren Mitmenschen schaden können. Außerdem hängen die Keime zusätzlich an Gesicht und Händen und können so sehr einfach weitergegeben werden. 

Auch interessant
Frau wird einen Pickel los, der seit 20 Jahren ihre Poren verstopft

Lieber hochziehen und runterschlucken

Weil beim Naseschnäuzen zudem der Naseninnendruck steigt, kann es leicht passieren, dass die Erkältungsviren in die Nebenhöhlen gedrückt werden - so kann leicht eine Entzündung entstehen. Des Weiteren scheuert die Haut an und um die Nase nach und nach durch den Gebrauch der Taschentücher immer mehr auf: Wunde Stellen entstehen. Auch wenn es eklig klingt: Es ist tatsächlich besser, das Sekret hochzuziehen und runterzuschlucken. So verbleiben die Viren im Körper und werden schließlich von der Magensäure zerstört. Wagenknecht erklärt: „Das machen Menschen und Tiere seit Millionen Jahren so. In den meisten Ländern der Welt wird es glücklicherweise immer noch so gehandhabt. Nur den Schniefnasen der westlichen Welt wird schon als Kind anerzogen, es eklig und unfein zu finden.“

• Simon Nowak
Weiterlesen