Neue Corona-Studie: Schlaf hat großen Einfluss auf die Ansteckungsgefahr
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Neue Corona-Studie: Schlaf hat großen Einfluss auf die Ansteckungsgefahr

Von Alma Feliz

Die Ungewissheit in der Corona-Pandemie kann einem ganz schön zu Kopf steigen. Nun stoßen Forscher auf eine Methode, die wir alle im Alltag anwenden können, um die Gefahr, uns bei Covid-19 anzustecken, zu verringern.

Nicht nur angenehm, sondern auch noch gesund: Genügend Schlaf zu erhalten, tut nicht weh und ist für die meisten mit ein paar kleinen Änderungen im Alltag umsetzbar.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie im Journal BMJ Nutrition, Prevention, and Health folgert, dass Schlaf (in ausreichendem Maße) zur Immunabwehr gegen das Coronavirus beiträgt.

Das sagt die Schlafstudie

Die Studie untersucht mehr als 2800 Menschen aus sechs Ländern, die im Gesundheitswesen arbeiten und über sechs Monate hinweg regelmäßig mit Covid-19-Patienten in Kontakt gestanden sind.

Den Ergebnissen zufolge sinkt das Risiko einer Ansteckung für jede zusätzliche Stunde Schlaf um 12%. Diejenigen Teilnehmer, die anfällig für ein Burnout sind, sind einem größeren Ansteckungsrisiko ausgesetzt.

Diese Menschen neigen auch zu längeren und stärkeren Krankheitsverläufen, als die, die weniger unter Stress stehen. Eine kleinere Studie aus China kommt zu ähnlichen Resultaten:

Menschen, die eine Woche, bevor sie an Covid-19 erkrankt sind, zu wenig geschlafen haben, zeigen schwerere Verläufe. Nun untersuchen Forscher auch den Zusammenhang mit Melatonin.

Das Hormon spielt eine große Rolle im Schlaf-Wach-Rythmus und könnte theoretisch bei der Vorbeugung einer Ansteckung des Virus helfen, oder zumindest den Verlauf lindern.

Kritik an der Studie

Der Schlafmediziner Steven Holfinger von der Universität in Ohio bestätigt, dass Schlafmangel, Schlafprobleme oder Burnout das Risiko für eine Ansteckung durchaus erhöhen könnten.

Dennoch reichen seiner Meinung nach die wenigen Studien nicht aus, um das definitiv zu belegen. So gibt es auch Faktoren, die die Studie nicht ausreichend berückstichtigt hat.

Zum Beispiel besteht die Möglichkeit, dass die anfälligen Mitarbeiter einfach mit mehr Patienten zu tun hatten. Außerdem solle man die Daten generell sehr vorsichtig interpretieren, da sich die Umstände in der Pandemie sehr schnell ändern.

Schlaf ist gesund

Experten geben zwar zu bedenken, dass genügend Schlaf kein Allheilmittel gegen das Coronavirus sei, aber es ist ohne Frage, dass Schlaf wichtig für die Gesundheit und die Immunabwehr ist. Holfinger sagt dazu:

Während unser Körper Infektionen bekämpft, setzen wir Zytokine frei, die den Schlaf fördern und bei Infektionen zu einer Erhöhung des Schlafes führen. Wir gehen davon aus, dass dies für unser Immunsystem von Vorteil ist, um Infektionen zu bekämpfen. Die aktuelle Hypothese lautet daher, dass Schlaf für unsere Immungesundheit von Vorteil ist.

So ist es nicht nur in Bezug auf die aktuelle Pandemie, eine gute Idee, für genügend Schlaf zu sorgen. Es verbessert erwiesenermaßen auch die allgemeine Lebensqualität.

Ihr könnt eure Schlafqualität ganz einfach verbessern. So solltet ihr zum Beispiel wissen, wieso euch die Schlummerfunktion eures Handy-Weckers eher schadet, als hilft. Außerdem könnt ihr die Position eures Bettes im Zimmer ändern und lernen, so tief, wie ein Baby zu schlafen.


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