Forschende geben neue Long-Covid-Symptome bekannt

Dass eine Covid-Infektion tückisch sein und zahlreiche verschiedene Symptome auslösen kann, ist bereits bekannt. Neben der Lunge greift das Virus auch andere Organe wie das Herz, die Leber, Nieren oder das Gehirn an. Doch nicht nur die akuten Folgen einer SARS-CoV-2-Infektion sind ernst zu nehmen – auch gesundheitliche Langzeitfolgen spielen eine signifikante Rolle.

Andauernde gesundheitliche Beschwerden aufgrund einer Covid-Erkrankung können Symptome wie andauernde Erschöpfung oder Konzentrationsstörungen verursachen. Nun hat ein Forscherteam im Rahmen einer neuen Studie weitere zu den uns bereits bekannten Long-Covid-Symptomen identifiziert, wie etwa Halluzinationen und Amnesie.

Der Krankheitsverlauf von Long Covid muss noch besser untersucht werden

Die bislang bekannten Long-Covid-Symptomen sind sehr vielschichtig: Es können Organkomplikationen, wie etwa eine Verschlechterung der Lungenfunktion, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Einschränkungen der Nierenfunktion und Diabetes mellitus auftreten.

Da die Beschwerden sehr vielfältig sind, ist es laut dem Robert Koch-Insitut (RKI) besonders wichtig, eine einheitliche Definition von Long Covid in wissenschaftlichen Studien zu finden. Auf diese Weise kann der Krankheitsverlauf von Long Covid besser untersucht und therapiert werden.

Die Auswirkungen des Corona-Virus nehmen neue Ausmaße an

Im Rahmen einer Untersuchung der Long-Covid-Symptome der Universität Birmingham fanden Forschende heraus, dass rund 62 Symptome auch mehrere Wochen nach der ersten Infektion mit dem Virus besonders oft genannt werden.

Sehr häufig wurden Symptome wie Fieber, Brustschmerzen, Haarausfall, Libidoverlust, Erektionsstörungen und Verlust des Geruchssinns genannt. Doch auch Patienten mit Amnesie, geschwollenen Gliedmaßen, Darminkontinenz, Apraxie (hierbei können u.a. vertraute Bewegungen nicht mehr ausgeführt werden) und sogar Halluzinationen wurden entdeckt.

Kann man sich vor Long Covid schützen?

Wie häufig Long Covid ist, kann dem Robert Koch-Institut zufolge noch nicht verlässlich geschätzt werden. Bereits durchgeführte Studien kommen aufgrund variierender Datenbasis, Falldefinition und Studienmethodik auf sehr unterschiedliche Schätzungen. Ein Risiko besteht jedoch allemal.

Laut infektionsschutz.de ist bislang kaum etwas zur Vorbeugung von Long Covid bekannt. Nach aktuellem Kenntnisstand ist der sicherste Weg, um sich vor einem schweren Verlauf und langanhaltenden Covid-Symptomen zu schützen, eine Infektion mit dem Virus zu vermeiden – sprich mittels Impfung und der empfohlenen Infektionsschutzmaßnahmen.

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