Darmkrebs: Wie kann man ihn erkennen? Symptome, Anzeichen, Heilungschancen, Alter und Behandlung
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Darmkrebs: Wie kann man ihn erkennen? Symptome, Anzeichen, Heilungschancen, Alter und Behandlung

Darmkrebs: Wie kann man ihn erkennen? Symptome, Anzeichen, Heilungschancen, Alter und Behandlung

Darmkrebs ist bis heute eine der häufigsten Krebserkrankungen und die Heilungschancen sind nach wie vor relativ gering. Aber anhand welcher Symptome ist er zu erkennen und wie kann man ihn nachweisen? Welche Therapie wird angewendet?

Wir verraten euch im Folgenden alles, was ihr über die Krankheit wissen müsst.

Diagnose Darmkrebs: Was ist Darmkrebs und welche Formen gibt es?

Ein kolorektaler Krebs zählt heute zu den häufigsten Krebsformen. Er zählt leider auch zu den Krebsformen mit der geringsten Lebenserwartung, auch wenn die Sterberate momentan rückläufig ist. Darmkrebs im Endstadium endet in den meisten Fällen leider tödlich; so liegt die Überlebensrate bei nur 5 %. Generell kommt ein kolorektales Karzinom (Darmkrebs) eher bei Personen im Alter über 50 Jahren vor (95 % der Fälle). Daher ist ab diesem Zeitpunkt auch äußerste Vorsicht und Wachsamkeit gefragt, um frühzeitig die Anzeichen richtig deuten zu können.

Auch wenn die Bezeichnung Darmkrebs zu den häufigsten Krebserkrankungen zählt, so lässt er sich dennoch in zwei ähnliche Krebsformen unterscheiden: Karzinom des Rektums und Karzinom des Darms. Bei den zahlreichen zuletzt registrierten neuen Fällen eines kolorektalen Karzinoms betreffen somit 60 % den Darm und 40 % das Rektum. Die Krankheiten kennzeichnen sich durch einen bösartigen Tumor in der Schleimhaut des großen Organs, aber dadurch kommt es nicht immer zum Auftreten von Symptomen.

Daher wird dazu geraten, wachsam zu sein und bei dem Auftreten eines geringsten verdächtigen Symptoms eine Untersuchung durchführen zu lassen.

Darmkrebs: Symptome und Anzeichen im Magen-Darm-Bereich erkennen

Sobald der Tumor auftritt, kann sich der Krebs durch schlagartige Verstopfung oder in einem späteren Stadium durch anhaltenden Durchfall, Anstieg des Bauchvolumens, häufige oder wiederkehrende Bauchschmerzen, dem dringenden Bedürfnis, eine Toilette aufzusuchen, Erbrechen oder auch Blut im Stuhl äußern. Aber auch andere, weniger spezifische Anzeichen, wie Anämie oder unerklärlicher Gewichtsverlust, können auftreten.

Je nachdem, wie weit der Krebs bereits fortgeschritten ist, sind auch schwerwiegendere Symptome wie ein Darmverschluss oder eine Bauchfellentzündung möglich. Es ist daher wichtig, den Darmkrebs so früh wie möglich zu erkennen. Hierfür gibt es verschiedene Wege, die je nach Lage oder Stadium des Krebs mehr oder weniger verlässlich sind.

Die klinische Untersuchung besteht im Normalfall aus einer Rektaluntersuchung, um eventuelle anatomische Auffälligkeiten feststellen zu können. Aber dadurch können nicht alle Anomalien aufgedeckt werden, sondern lediglich Auffälligkeiten ringsum das Rektum. Außerdem wird dadurch nicht geklärt, ob es sich um Krebszellen handelt oder nicht.

Vorsorge und Früherkennung: Suche nach Blutspuren im Stuhl

Momentan wird ein Programm zu Früherkennung durchgeführt, welches auf einem speziellen Test basiert und dazu beiträgt, mikroskopisch kleine Spuren von Blut im Stuhl aufdecken zu können. Der aktuelle Referenztest wird Haemoccult-Test oder Guajak-Test genannt und wird an mehreren Tagen unter genauer Berücksichtigung der Gebrauchsanweisung durchgeführt. Er besteht daraus, dass Fragmente des Stuhls über mehrere Tage auf Objektträger für ein Mikroskop aufgetragen und anschließend zur Laboruntersuchung verschickt werden.

Die Ergebnisse der Untersuchung werden im Anschluss mit einer maximalen Verzögerung von 15 Tagen an den Patienten sowie an den behandelnden Arzt zurückgesandt. Zu dem jährlichen Vorsorgeprogramm zur Früherkennung von Darmkrebs werden Personen in Deutschland ab 51 Jahren automatisch von ihrer Krankenkasse eingeladen. Hierbei werden von den Krankenkassen meist der jährliche Bluttest sowie die Vorsorgeuntersuchung durch den behandelnden Arzt übernommen. Ab dem 56. Lebensjahr gibt es außerdem die Möglichkeit, eine Vorsorge-Darmspiegelung durchzuführen, die ebenfalls von den Krankenkassen übernommen wird.

Seit April letzten Jahres ist außerdem eine weitere Untersuchung möglich. Wie der vorherige Früherkennungstest besteht auch dieser darin, den Stuhl auf Blutspuren zu untersuchen, die für das menschliche Auge unsichtbar sind, mit dem Unterschied, dass der neue Test eher nach Antikörpern sucht. Die aktuelle Version ist außerdem leistungsfähiger, zuverlässiger und einfacher durchzuführen.

Zur Bestätigung der Diagnose sind mehrere Untersuchungen notwendig

Sobald der Test durchgeführt wurde und das Ergebnis positiv ist, muss der Patient eine Koloskopie (Darmspiegelung) durchführen lassen, welche die Präsenz eines eventuellen Tumors aufdeckt. Bei dieser Untersuchung wird eine Sonde eingeführt, um den Darmbereich zu inspizieren und im Zweifelsfall Gewebeproben zu entnehmen. Befindet sich die Anomalie eher im Bereich des Rektums, wird vermehrt eine Proktoskopie durchgeführt. Beide Techniken ermöglichen eine anschließende Biopsie, wenn verdächtiges Gewebe entdeckt wurde.

Ist eine Darmspiegelung unmöglich, kann alternativ eine virtuelle Koloskopievollzogen werden, bei der mit Hilfe eines CTs der Darm gescannt wird. So wird das Innere des Darms sichtbar, ohne dass in diesen eingedrungen werden muss. Eventuelle Gewebeproben, die während der zuvor genannten Untersuchungen entnommen wurden, werden in ein Labor geschickt, welches ihre Eigenschaften feststellt und somit bestätigt oder ablehnt, ob ein Tumor vorliegt.

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Sobald der Krebs nachgewiesen ist, wird eine breites Gesundheitsbild erstellt. Dieses umfasst im NormalfallBlutuntersuchungen und andere Untersuchungen, welche dazu dienen, die Art, Form sowie das Stadium des Krebs feststellen. Im Anschluss erfolgt in den meisten Fällen eine Chemotherapie.

Von Simone Haug
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