Neues Coronavirus in britischen Fledermäusen entdeckt

In Großbritannien entdeckt ein Forschungsteam bei der Untersuchung von Fledermäusen ein neues Coronavirus. Es soll ungefährlich sein, solange es nicht mutiert.

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Ein Forschungsteam vom Institute of Zoology in London fängt in Großbritannien mehrere Exemplare der Kleinen Hufeisennase (Rhinolophus hipposideros), wie ntv berichtet.

Die Forschenden sammeln insgesamt 53 Tiere, sowohl in Somerset in England als auch in Monmouthshire in Wales, deren Kot sie anschließend zur Virusanalyse an Public Health England schicken.

Ähnlichkeit mit Sars-CoV-2

Die Analysen ergeben eine Ähnlichkeit von 77 Prozent zu dem Coronavirus Sars-CoV-2, das Ende 2019 zur Pandemie wurde und noch immer unser aller Leben beeinflusst.

Diese Ergebnisse veröffentlichen die Forschenden im Fachjournal Nature. Diese Feststellung sei jedoch kein Grund zur Panik. Solange das Virus nicht mutiert, stellen die Fledermäuse keine Gefahr für Menschen dar.

Gefahr bei Mutation

Das Forschungsteam mit Andrew Cunningham als Leitung erklärt in einer Mitteilung, dass das Virus nur mutieren könne, wenn ein Mensch, der mit Sars-CoV-2 infiziert ist, dieses an die Fledermaus weitergibt.

Deswegen warnen sie vor dem engeren Kontakt mit den Tieren - vor allem bei Forschungsarbeiten -, da man sich nie komplett sicher sein kann, nicht mit dem Virus infiziert zu sein.

Es ist das erste Mal, dass ein solches Virus bei britischen Fledermäusen festgestellt wird. Das liegt allerdings daran, dass die Tierchen in der Vergangenheit noch nie darauf getestet worden sind.

Bereits in Juni wird ein neuartiges Coronavirus in China entdeckt. Auf den Philippinen wollen sogenannte Virusjäger mit ihrer Forschung die nächste Pandemie verhindern. Außerdem haben wir sechs gängige Mythen über Feldermäuse für euch im Check.