Der Bitcoin sackt ab: Aus diesen Gründen verbietet China das "Mining"

Seit mehreren Monaten verbietet eine chinesische Provinz nach der anderen das "Mining" von Kryptowährungen. Nach dem Verbot in der Provinz Sichuan ist der Wert des Bitcoins jetzt um 7,5 % gefallen.

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In China sind bislang bei Kryptowährungen die weltweit höchsten Vermögenswerte produziert worden. Seit 2017 führt China allerdings einen wahren Kampf gegen Kryptowährungen, der in den letzten Monaten durch die erzwungene Schließung von "Mining"-Unternehmen vorangetrieben worden ist. Das sogenannte "Mining" dient dazu, die Vermögenswerte von Kryptowährungen in die Höhe zu treiben.

26 "Mining"-Unternehmen in der Provinz Sichuan geschlossen

In der Provinz Sichuan, dem bislang wichtigsten "Mining"-Standort in China, sind in diesem Zusammenhang letzte Woche 26 "Mining"-Unternehmen geschlossen worden. Eine offizielle Stellungnahme fehlt hierzu, in den sozialen Medien wird allerdings intensiv davon berichtet. In der Folge dieser Schließungen ist der Wert des Bitcoins dann um 7,5 % gefallen.

Das staatliche Vorgehen bei der Schließung dieser Unternehmen ist bemerkenswert. Angeblich haben die Energiezulieferer die staatliche Anweisung bekommen, den "Mining"-Unternehmen einfach den Strom abzustellen. Beim "Mining" wird eine enorme Computer-Rechenleistung eingesetzt, die sich in einem riesigen Stromverbrauch ausdrückt.

Gegenüber der Agence France Presse (AFP) gibt ein ehemaliger Betreiber eines solchen Unternehmens an:

Alles ist dabei, zu schließen. […] Der Betrieb wird eingestellt und die Maschinen entfernt.

Ungeliebte Spekulationen und riesiger Energieverbrauch

Zwei Gründe stecken dahinter, weshalb die chinesische Regierung gerade jetzt hart gegen die "Mining"-Unternehmen durchgreift. Zum einen wird durch die damit verbundenen Spekulationen die Wirtschaft genauso wie die Gesellschaft des Landes durcheinander gewirbelt. Zum anderen zeichnen sich diese Unternehmen durch einen astronomischen Energieverbrauch aus.

China läuft nämlich wegen der vielen "Mining"-Unternehmen im Land Gefahr, die bereits gesetzten Klimaschutzziele zu verpassen. Nach einer in der Zeitschrift Nature veröffentlichten Studie werden "Mining"-Unternehmen bis 2024 für Kohlendioxidemissionen in einer Höhe verantwortlich sein, die der der Industrienation Italien gleichkommt.