"Bin enttäuscht": Jogi Löws letzte Worte als Bundestrainer

Nach 15 Jahren als Bundestrainer beendet Joachim Löw seine Karriere. Nach diversen Pleiten blickt er dennoch positiver als erwartet auf die letzten Jahre zurück und findet rührende Worte für die deutsche Elf.

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Schon seit einiger Zeit steht fest, dass Jogi Löw nach der Europameisterschaft 20/21 seine Position als Coach der deutschen Mannschaft aufgeben wird.

Nicht das schönste Ende

Aufgrund dessen haben viele Fußballfans - und mit Sicherheit auch Jogi selbst - gehofft, dass dieses Ende durch eine bessere Platzierung in der EM eingeleitet wird.

Doch nach der überraschenden Pleite gegen England im Achtelfinale scheint dieser Wunsch nicht mehr in Erfüllung zu gehen. An mangelndem Talent seitens der Mannschaft und des Trainers liegt es aber nicht, so er selbst.

Liebe Worte für das Team

Der 61-Jährige findet während der darauffolgenden und auch letzten Pressekonferenz rührende Worte. So verrät er gegenüber den Journalisten und Fußballfans:

Nach dem Spiel am Dienstag habe ich über all die Jahre als Bundestrainer nachgedacht und kann mich an sehr viele schöne Momente zurückerinnern. Gemeinsam haben wir vieles erlebt und die Jungs sind für mich wie eine Familie.

Recht hat er, denn Jogi Löw hat während seiner Trainer-Karriere einige der besten deutschen Spieler aller Zeiten betreut und ist mit ihnen 2014 sogar Weltmeister geworden.

Aus Fehlern lernt man

Dass nicht immer alles so einwandfrei laufen kann, weiß er selbst. Doch Jogi denkt gar nicht daran, seinen Jungs die Schuld für die vergangenen Misserfolge zu geben. Stattdessen erzählt er Folgendes:

Ich bedanke mich bei der Mannschaft für die gemeinsame Zeit, und dass wir immer offen und ehrlich miteinander kommuniziert haben. Natürlich bin ich nach dem Spiel gegen England enttäuscht gewesen, denn wir haben auf dem Platz alles gegeben.

In Zukunft soll die Nationalmannschaft unter dem neuen Bundestrainer Hansi Flick an mehr Reife und Erfahrung gewinnen.Teamgeist und eine stetige Fairness, die sie zuletzt auch durch ihre Solidarität im Kampf gegen Rassismus gezeigt hat, ist aber schon vorhanden.

Eigenlob kommt nicht zu kurz

Und auch sich selbst gegenüber findet Joachim Löw positive Worte und beginnt seine Bundestrainer-Rente mit dem abschließenden Statement:

Ich bin mit mir und meinen Leistungen im Reinen. Die vergangenen Erlebnisse haben mich zu dem gemacht, der ich heute bin, was ich für immer wertschätzen werde.