Tönnies-Produkte betroffen: Kühlhaus in Niedersachsen von Ratten befallen
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Tönnies-Produkte betroffen: Kühlhaus in Niedersachsen von Ratten befallen

Ein Kühlhaus in Niedersachsen wird von einer ganzen Herde an Ratten befallen. Auch Tönnies-Produkte sind von der Nagetier-Plage betroffen. Die Behörden ermitteln.

In einem Kühlhaus der Nagel Transthermos GmbH in Dissen am Teutoburger Wald berichtet der Veterinärdienst von einem enormen Rattenbefall. Eines der Unternehmen, dass die Lagerhallen auch für ihre Produkte nutz, ist ein alter Bekannter: die Tönnies-Gruppe.

Rattenbefall seit Januar

In einer Pressemitteilung spricht das Verwaltungsgericht Osnabrück von Kotpillen, Laufwegen, Fellresten und Anzeichen für Nestbau der Ratten. Noch erschreckender ist allerdings, dass sich die unliebsamen Nagetiere bereits vor fünf Monaten in dem Kühlhaus eingenistet haben.

Der von Nagel Transthermos engagierte Dienst zur Schädlingsbekämpfung stößt schon im Januar bei Kontrollen auf Rattenkot, warum zu diesem Zeitpunkt noch keine Maßnahmen getroffen wurden, muss noch geklärt werden.

Tönnies-Produkte betroffen

Nach dem Corona-Skandal schafft es Tönnies damit ein weiteres Mal, negative Schlagzeilen zu machen. Ein Sprecher der Fleischerei beschwichtigt. Es sei lediglich "sporadisch in einem geringen Umfang für beispielsweise die Lagerung von Waren" genutzt worden. Ferner seien keine fertigen Produkte betroffen.

Somit ist vor einer weiteren Verarbeitung durch entsprechende Wareneingangskontrollen und begleitende Prozesskontrollen eine intensive Inaugenscheinnahme sichergestellt.

Kunden können also beruhigt sein. Die zuständigen Behörden versichern: Das rohe Fleisch, das von dem Rattenbefall betroffen ist, wird ohne Kontrollen das Supermarktregal nicht erreichen.

Rechtliche Konsequenzen folgen

Für Nagel Transthermos, die für das Kühlhaus verantwortlich sind, kann das Ratten-Problem allerdings noch ein Nachspiel haben. Zurzeit wird geprüft, ob von den Nagetieren verseuchte Produkte bereits an Verarbeitungsfirmen weitergegeben wurde. Burkhard Riepenhoff, Sprecher des Landkreises Osnabrück, erklärt:

Die Nachweise zu den seit Januar belieferten Kunden mit deren Adressen wurden mittlerweile vorgelegt. Zudem mussten die Firmen ihre Kunden über die Probleme mit der Ware informieren.

Ob sich diese Befürchtungen bewahrheiten werden oder nicht, steht also noch nicht fest. Doch der Ruf der Fleischindustrie wird durch Vorfälle wie diesem nicht verbessert.

Von Sarah Kirsch

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